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Conrad Electronic
TECHNICSTAR 40 Mhz Mikroprozessor Fernsteueranlage
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Es soll schon vorgekommen sein, dass man zu einem Rennen fährt -
und dann drauf kommt, dass die Reservequarze zu Hause liegen.
Natürlich ist dann genau diese Frequenz dann doppelt und dreifach
belegt - nicht so gut...
Dabei gibt es dafür inzwischen eine gute technische Lösung -
und die heißt Frequenz Synthesizer. Einfach erklärt handelt es
sich dabei um eine Technologie, die ohne Wechselquarze auf verschiedene
Frequenzen "umgeschaltet" werden kann.
Bei der getesteten Anlage ist diese Technik sowohl im Sender als auch
im Empfänger integriert - das oben geschilderte Missgeschick
gehört damit der Vergangenheit an!
Der Inhalt des Sets
- 2 Kanal-Sender für 40 MHz FM
- 2 Kanal-Empfänger 40 MHz FM
- Schalterkabel
- Batteriebox
- Bedienungsanleitung in deutscher Sprache
Das alles ist in einer handlichen Box untergebracht. Für den
Betrieb sind also noch 8 Mignon Batterien (oder Akkus) für den
Sender und eine Stromversorgung für den Empfänger notwendig.
Das kann ein elektronischer Regler oder 4 Batterien in der beiliegenden
Batteriebox sein.
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Die Fernsteueranlage in Betrieb nehmen
Nach dem Einlegen der Mignonzellen in das
Batteriefach am Boden des Senders - Akkus können über die
Ladebuchse an der Rückseite des Sendepults geladen werden, das
Ladekabel ist allerdings optionales Zubehör - ist der Sender fast
schon betriebsbereit. es braucht nur mehr die Antenne aus dem
seitlichen Fach entnommen und von oben in die Öffnung des
Sendepults geschraubt werden.
Sollte man Linkshänder sein - auch kein
Problem. Durch Lösen von nur 4 Schrauben kann man das Sendepult
abnehmen, um 180 Grad gedreht wieder aufsetzen und dann wieder
fixieren. So einfach kann das sein.
Der Empfänger wird völlig konventionell
angeschlossen. Bei Elektromodellen erfolgt die Stromversorgung meistens
über den Anschluss des elektronischen Fahrtreglers. Es kann aber
auch die beiliegende Batteriebox für 4 Mignonzellen
verwendet werden. In diesem Fall ist das ebenfalls beiliegende
Schalterkabel als Verbindung zwischen Batteriebox und Empfänger zu
verwenden.
Technische Daten
22 Frequenzen im 40-MHz-Band sind wählbar (K50 - K92)
2 proportionale Sendekanäle
Frequenzmodulation (FM)
Kanalraster 10 kHz
Anschlussmöglichkeit für 2 Servos und Batteriebox
Abmessungen:
Sender ca. 190 x 180 x 120 mm
Empfänger ca. 38 x 31 x 17 mm, Gewicht ca. 20 g
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Der Einbau des Empfängers
in ein Fahrzeugmodell erfolgt - wie üblich - mit doppelseitigem
Klebeband. Sinnvollerweise sollten die beiden Einstelltaster erreichbar
und das kleine Display sichtbar sein. Für die Fahrtests wurde der
Empfänger in einem Tamiya Rising Storm eingebaut. Der Platz auf
dem Servo hat sich geradezu angeboten, die vorher genannten
Anforderungen sind ideal erfüllt.
Denn wenn man schon über die komfortable Einstellung der
Kanäle über Tasten verfügt, dann sollte man diese Tasten
ja auch benutzen - und den eingestellten Kanal auch am Display ablesen
können.
Die Einstellung des zu empfangenden Kanals ist denkbar einfach. Nach
dem Einschalten des Empfängers (sollte allerdings immer erst NACH
dem Sender erfolgen) leuchtet der eingestellte Kanal kurz (etwa 3
Sekunden) am Display auf. Durch Drücken der Tasten - links
für die Zehnerstelle, rechts für die Einer - kann ein Kanal
zwischen 50 (40.665 kHz) und 92 (40.985) eingestellt werden.
Logischerweise muss der eingestellte Empfangskanal mit dem Sendekanal
übereinstimmen.
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Die Einstellung am Sender ist nicht ganz so einfach, der eingebaute
Microprozessor kann eben seine Verwandtschaft mit Computersystemen nicht
verleugnen. Nein, so kompliziert wie manche Bildschirm Menüs ist
es auch wieder nicht - auch wenn eine gewisse Ähnlichkeit
vorhanden ist.
Der Schalter an der Rückseite ist als Dreistufenschalter
ausgeführt, die Einstellung der Sendefrequenz kann im Normal Modus
(= eingeschaltet) oder im Stand By Modus erfolgen. Nach dem Einschalten
wird mit der M-Taste in den Programm Modus umgeschaltet > es
erscheinen drei Punkte auf dem Display
- Circuit - für Einstellung in Rennbetrieb
- Pit - für erweiterte Einstellungen "in den
Boxen"
- System - für allgemeine Einstellungen und
eben auch der Frequenz
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Nach dem Einschalten wird kurz ein Logo eingeblendet, dann erscheint in
der ersten Zeile der gewählte Modellspeicher mit Namen (wenn man
einen eingegeben hat), die Spannung des Akkusatzes und der eingestellte
Kanal mit der dazu gehörigen Sendefrequenz.
Übrigens sind sowohl Sender als auch Empfänger mit anderen
FM-Fernsteuerungen im 40 MHz Bereich kompatibel.
Die Vorteile der quarzfreien Kanalwahl bleiben dabei bei den
Technicstar Komponenten natürlich erhalten.
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Die Trimmung (Neutralstellung) beider Kanäle ist übrigens
sehr einfach über eine Cursorwippe einstellbar, die linsk vom
Display angeordnet ist. Und zwar funktioniert das ohne eine weitere
Auswahl im Menü - die Trimmung kann also jederzeit sehr einfach
nachjustiert werden.
Links-Rechts ist der Lenkung zugeordnet, Auf-Ab justiert den Nullpunkt
von Gas und Bremse. Die eingestellten Werte sind grafisch und numerisch
am Display abzulesen - sehr praktisch!
Die LC-Anzeige wird beim Betätigen der Cursorwippe auf die
Grafikanzeige umgeschaltet und stellt sich nach ein paar Sekunden
automatisch wieder auf die Normalanzeige zurück.
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Funktionsumfang
Alle Funktionen genau zu erläutern würde den Rahmen dieses
Testberichts sprengen, darum nur eine kurze Auflistung der wichtigsten
Funktionen:
Im Direkt Modus (ohne weitere Umschaltung):
- Digitale Trimmung beider Kanäle
(Änderung des Nullpunktes ohne Änderung des Endausschlags)
- Lenkausschlag (Dual Rate) über +/- Tasten
- Stoppuhr (startet mit dem ersten Gasgeben,
stoppt mit der Taste unter dem Lenkrad)
Im Rennmodus (Circuit):
- Justage des Endausschlags nach Kanälen
getrennt
- Ansprechverhalten (Expo-Funktion)
- Lenkgeschwindigkeit (2-stufig oder
individuell/automatisch)
- Ansprechverhalten des Gasservos oder
elektronischen Reglers
- Anfahrhilfe beim Start (Aufruf über
Funktionstaste)
- ABS-Funktion (3-stufig oder individuell)
- Leerlauferhöhung
Im Boxen Modus (Pit):
- Modellauswahl aus dem Speicher für 10
Modelle
- Wahl des Schwierigkeitsgrades -
Einsteiger/Standard/Experte (Vereinfachung der
Einstellmöglichkeiten)
- Servo Reverse (Umkehrung der Drehrichtung)
für beide Kanäle getrennt
- Subtrimmung (Einstellung des Neutralpunktes mit
gleichzeitiger Änderung der Endpunkte)
- Reset (Rücksetzen auf die
Werkseinstellungen)
Im System Modus:
- Zuordnung eines Modellnamens zu den 10
Speicherplätzen
- Trimmweg (Einstellung der Schrittweite für
die Trimmung)
- Kontrast des LC-Displays
- Auswahl des Sendekanals (Kanalnummer und
Frequenzanzeige)
- Daten kopieren (zum Übertragen von
Einstellungen zwischen den Speicherplätzen)
Zusätzlich sind auf der Rückseite noch Anschlüsse
für das Ladekabel, für ein DSC-Kabel (Servojustage ohne
HF-Abstrahlung und ein USB-Anschluss (der Sender kann als Joystick
verwendet werden). Diese Funktion habe ich allerdings nicht zum Laufen
gebracht, das kann aber auch daran liegen, dass ich das
Zubehörkabel nicht prompt bekommen habe.
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Praxistest
Beim Off Road FCA musste dann die Technicstar ihre Bewährungsprobe
bestehen. Eingebaut in einen Tamiya 4WD Buggy wurde erst kurz vor dem
ersten Vorlauf die Endjustage vorgenommen - ich bin halt manchmal etwas
später dran...
Trotz der etwas hastigen Einstellungen - die Lenkung wurde erst auf der
Startgeraden getrimmt! - hat die Anlage völlig problemlos den
Renntag überstanden. Das Lenkrad sitzt zwar ungewöhnlich
versenkt im Oberteil des Senders, hat aber genug Abstand zum
Gehäuse, so dass eine Betätigung ohne Beeinträchtigung
möglich ist. Der Griff liegt gut in der Hand, aber das kann
individuell verschieden sein. Durch die Akkuhalterung um Fußteil
hat der Sender einen angenehm tiefen Schwerpunkt und fühlt sich
sehr ausgewogen an.
Zwischen den Läufen kann der Sender "kopfüber" sicher
abgelegt werden. Die Antenne verschwindet nach dem Rennen wieder in der
seitlichen Aussparung, wenn man nicht lieber zu einer schützenden
Sendertasche greift (und sich das Abschrauben spart).
Auch die Änderung der Frequenz vor den Finalläufen ist
blitzschnell erledigt gewesen. Das spielt zwar beim Fun Cup keine
große Rolle, kann aber bei "richtigen Rennen" über Start
oder "Zuschauen" entscheiden. Bei großen Rennen kann es notwendig
werden, den Frequenzwechsel innerhalb weniger Minuten
durchzuführen - und hier hat der Synthesizer seine wirklich
großen Vorteile. Aber auch schon beim Training mit
Frequenzkontrolle kann man dank der einfachen Einstellung schnell auf
einen gerade freien Kanal wechseln und so jede Minute der kostbaren
Trainingszeit nutzen.
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Fazit
Die quarzfreie Technicstar
Mikroprozessor
Fernsteuerung der Firma Conrad bietet moderne Technik zu einem
erstaunlich günstigen Preis, das Set bestehend aus Sender um
Empfänger wird um € 159,95 angeboten, ein zusätzlicher
Synthesizer 2 Kanal-Empfänger kostet € 49,95. Der Funktionsumfang
kann an Hand der Bedienungsanleitung gut genutzt werden, die
wichtigsten Einstellungen sind schnell und einfach vorzunehmen. Wer auf
viele Einstellmöglichkeiten Wert legt, kann im Expert Modus so gut
wie alles schon Sender seitig programmieren. Einsteiger können im
einfachsten Modus den Funktionsumfang einschränken und damit wenig
Bedienfehler machen. Und Hobbyfahrer (vor allem mit Elektromodellen)
werden im Standard Modus eigentlich alles finden, was das Fahren und
Einstellen des Modells erleichtert - ohne sich über zu viele
Möglichkeiten den Kopf zerbrechen zu müssen.

Megastores:
Wien / Shopping-City Süd
Wien / Gewerbepark Stadlau
Graz / Euroshopping Center
Linz / Leonding
[psr 2005]
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