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   Fun Cup Austria

Ein Enzo - zum Spaß...

Tamiya TT-01 - Enzo #58302



Tamiya hat mit dem TT-01 Chassis ein Einsteiger freundliches Chassis auf den Markt gebracht - und mit dem Enzo ein Modell, dass man einfach haben MUSS.

Conrad.at

hat uns ein Testmodell zur Verfügung gestellt, damit alle Ferrari-Fans, den richtigen Einstieg ins Hobby RC-Cars finden können.

Aber nicht nur Ferrari-Fans werden mit dem TT-01 ihre Freude haben können. Auch alle anderen Einsteiger bekommen mit dem TT-01 einen Baukasten in die Hand, der in relativ kurzer Zeit gebaut werden kann.

Neben dem Hinweis, dass es sich hier wirklich um einen Bausatz handelt und nicht um ein (halb)fertig montiertes Modell, findet man auch noch das Symbol für Radio Control (also Funkfernsteuerung) und das "springende Pferd" als Zeichen dafür, dass Tamiya von Ferrari die offizielle Lizenz für dieses Modell erworben hat.




Inhalt:
 

Der Baukasten enthält also alles, was für den Bau des Modells benötigt wird. Um genau zu sein: Alles was benötigt wird, um das Chassis "auf die Räder" zu stellen.

Bevor man jedoch ferngesteuert seine Runden drehen kann, sind noch ein paar zusätzliche Anschaffungen notwendig:

  • ein Fernsteuerset bestehend aus Sender, Empfänger und mindestens einem Servo (für die Lenkung)
  • einem weiteren Servo zur Betätigung des (im Baukasten enthaltenen) mechanischen Reglers
  • besser aber: einen elektronischen Fahrtregler, der feinfühligeres Fahren erlaubt
  • einen Fahrakku (für längeren Fahrspaß sind zwei oder drei Akkupacks empfehlenswert)
  • Mignon-Akkus (oder Batterien) für den Sender
  • ein Ladegerät, besser gleich eines der hochwertigeren Modelle mit Peak-Abschaltung (und Eignung für NiMH-Akkus)
  • Lexanfarbe zum Lackieren der Karosserie (kann in diesem Fall eigentlich nur rot sein)

Etwas Werkzeug guter Qualität, damit die Schraubenköpfe nicht "leiden" müssen, sollte vorhanden sein:

  • Kreuschlitz Schraubendreher klein und mittel
  • kleine Spitzzange
  • eventuell kleiner Seitenschneider
  • Hobbymesser.

 

Aufbau:

Damit kann es eigentlich schon losgehen. Ein kleiner Inbusschlüssel und der - zumindest in Modellbau Kreisen - berühmte Tamiyaschlüssel (ein kleiner Steckschlüssel für 4 verschiedene Mutterngrößen) sind im Baukasten enthalten.

Die Bauanleitung ist auch beim Enzo von der gewohnten Qualität - alle Bauteile sind genau beschriftet und die Kleinteile sind neben den einzelnen Bauabschnitten in Originalgröße abgebildet. Wenn man sich an die Bauanleitung hält, kann eigentlich nichts schief gehen - und man hat in wenigen Stunden ein tadellos funktionierendes Modell vor sich stehen.

Aber noch ist es noch nicht so weit. Bevor man nämlich anfängt, wild drauf los zu schrauben, sollte man sich - jedenfalls beim ersten Modell - die Bauanleitung durchlesen, damit man einen Überblick über die einzelnen Bauabschnitte bekommt. Und dann sollte man den Inhalt des ersten Säckchens (mit "A" bezeichnet) in einen kleinen Behälter leeren, damit man die einzelnen Schrauben, Muttern und Stifte gut auseinander halten kann.

Beim Abschneiden einzelnen Bauteile von den Spritzlingen sollte einerseits darauf geachtet werden, dass alle Grate sauber abgeschnitten werden, andererseits aber Finger der scharfen Klinge eine Hobbymessers nicht gut standhalten (Aaaauuuuuuuuuu!).

Ist man erst einmal in der Mitte der Anleitung angelangt, steht der Einbau der Elektronik bevor. Bevor man jedoch die Fernsteuerung einbaut, sollte man die Anlage zusammenstecken und in Betrieb nehmen. Damit ist nämlich das Lenkservo in Mittelstellung (wenn auch die Trimmung am Sender in Mittelstellung gebracht wurde) - das erspart den Ärger über schlechten Geradeauslauf beim fertig gebauten Modell (und den nachträglichen Ausbau des Lenkservos zur Justage).

Dem Baukasten liegt zwar ein mechanischer Regler bei (neuere Baukästen werden angeblich sogar schon mit einem elektronischen Regler geliefert), aber selbst mit einem billigen elektronischen Regler macht das Fahren viel mehr Spaß. Die Regelbarkeit ist wesentlich besser (da praktisch stufenlos) - und dass man mit 3 Fahrstufen vorwärts und rückwärts nicht besonders kontrolliert um einen auch nur einfachen Kurs am Parkplatz fahren kann, wird man ja verstehen.






Abmessungen: Der Radstand mit 257 mm und die Breite von rund 1900 mm entspricht dem der meisten Tourenwagen Chassis. Ein Austausch gegen andere Karosserien aus dem breiten Angebot von Tamiya (wenn es wirklich gut ausschauen soll) sollte also kein Problem darstellen.

Wer den Enzo für die Vitrine aufheben will, sollte also rechtzeitig für entsprechenden Ersatz sorgen (und da kommen auch Karosserien mit 190 mm Breite von anderen Herstellern in Frage).

Von der Optik her sollte man sich also wirklich überlegen, ob man "das gute Stück" - das man vielleicht sogar noch aufwändig lackiert hat - dem harten Rennbetrieb aussetzen will.

Die Karosserie wird übrigens - wie alle Lexankarosserien - von innen lackiert. Die Abdeckfolien für die Scheiben erleichtern die Sache ganz wesentlich, vor allem wenn man bei der Originallackierung bleibt. Die Detaillierung erfolgt anschließend - nach dem Abziehen der Schutzfolie(!) - mit den Klebebildern von außen.
Fahrtest:  

Eigentlich zu schade zum Fahren - aber das hatten wir schon. Und schließlich ist auch der Enzo ein Strassenauto - und als Modell durchaus erschwinglich.

Also musste der Ferrari auch auf die Piste! In der Baukastenausführung, also mit dem mitgelieferten 504er Motor und dem Getriebe aus dem Kit, ist der Enzo durchaus flott. Zumindest flott genug für Einsteiger, die sich besser "von unten" an die Grenzen eines RC-Cars herantasten sollten.

Wenn man sich aber schon halbwegs sicher fühlt, kaum mehr Fahrfehler macht und sich ehrlich sagen kann, dass man das Fahrzeug beherrscht, kann man ja auch ans Tuning  denken. Und da wären in erster Linie die Kunststoff Lager an den Radachsen und in den Getriebegehäusen durch Kugellager zu ersetzen. Es müssen keineswegs die  hochwertigen Tamiya-Lager mit Metallabdeckung sein, jeder Händler sollte günstigere Kugellager in den gängigern Dimensionen auf Lager haben.

Als nächster Schritt kann an den Einbau des Speed Getriebes gedacht werden, durch Austausch des Hauptzahnrades und des Motorritzels kann die Geschwindigkeit mit dem Standardmotor deutlich erhöht werden - aber man sollte in kleinen Schritten vorgehen, wenn man Wert auf eine halbwegs ansehnliche Karosserie legt.

Hat man aber den Punkt überschritten, wo man noch glaubt, von der "Faszination Ferrari" (und RC-Car) los zu kommen, dann steht weiterem Tuning nichts im Wege:

  • die fixen Spurstangen aus Kunststoff  können gegen einstellbare mit Link-/Rechtsgewinde getauscht werden (siehe Bild rechts)
  • die Reibungsdämpfer werden ölgefüllten Dämpfern weichen müssen und
  • bringen zusammen mit Federn unterschiedlicher Härte bessere Straßenlage...

Satz Kugellager für TT-01


Fazit:

 Der Enzo von Tamiya schaut toll aus und kann  durchaus als Vitrinenstück bestehen. Aber auch auf der Piste (auch wenn es nur ein halbwegs sauberer Parkplatz ist) macht der Ferrari ziemlich viel Spaß.

Wenn man auf den Geschmack gekommen ist, kann man durch Tuning auch noch eine ganze Menge aus dem Chassis herausholen - und einer Teilnahme an Fun Cup-Rennen steht dann nichts mehr im Wege.

Jedenfalls ist Tamiya mit diesem Modell ein schöner (und preiswerter) Anreiz
gelungen, sich mit diesem Hobby näher zu beschäftigen. Und das nicht nur für Ferraristi!

Maßstab und Klasse: 1/10 Tourenwagen mit 4WD-Antrieb über Kardanwelle
Antrieb: Elektromotor 540
Länge. 445 mm
Breite: 195 mm
Radstand: 257  mm
Spurweite vorne/hinten: 155/155 mm
Reifendurchmesser vorne/hinten: 66/66 mm
Reifenbreite vorne/hinten: 26/26 mm
Bodenfreiheit: 8 mm 
Fahrwerk: Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern, Dämpfern und Schraubenfedern  
Wannen-Chassis, 2 Kegelrad-Differentiale

Elektronik: Acoms Technisport Drehknopf Sender, Acoms Empfänger, Acoms AS-11 Servo, elektronischer Regler Robbe Rocar
Akku: Conrad 2400 Stick Pack 

Karosserie: Enzo Ferrari - unlackiert

Richtpreis: € 110,- oder als Spar-Set mit mechanischem Regler und Knüppelanlage € 149,- (Art.Nr. 228772)

Das Testmodell wurde uns von Conrad.at zur Verfügung gestellt.

  [psr 2005]

 

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