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Darf es etwas mehr sein...
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HPI RS4 Super EP - Lamborghini Murcielago
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...ist so ziemlich das
Erste, was mir zum Super EP von HPI eingefallen ist.

Und nach dem Öffnen der etwas
größeren Schachtel muss ich sagen: JA! Es darf etwas mehr
sein, jedenfalls wenn es so toll aussieht . |
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Der Super EP aus der RS4-Serie ist nämlich ein RC-Car mit
Elektroantrieb der etwas größeren Art. In der Werbung wird
er als 20% größer als 1:10 beschrieben - das würde
ziemlich genau dem Maßstab 1:8 entsprechen. Ganz so groß
ist er aber - meiner Meinung nach - auch wieder nicht.
Naja, wie dem auch sei. Er ist recht eindrucksvoll, auch wenn er noch
in Teilen (genauer in sauber verpackten Plastiksackerln) in der
Schachtel liegt.
Der
nebenstehende Vergleich sollte auch einen ganz guten Eindruck über
die Größenunterschiede vermitteln - links ist ein HPI RS4
pro4 Chassis zu sehen, rechts davon das Chassis des Super EP. EP steht
dabei für Electric Powered - denn es gibt auch eine ziemlich
gleich große Nitro-Version. Dann zwar mit einem etwas
geändertem Chassis, aber von der Größe her identisch.
Was wiederum den großen Vorteil hat, dass man die Karosserien
für beide Antriebsvarianten verwenden kann.
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Inhalt:
Wie
man es von einem namhaften Hersteller, wie es HPI zweifellos ist,
gewohnt ist, sind die Einzelteile sauber verpackt und in der
Bauanleitung abgebildet.
Wenn man mit gutem Werkzeug ausgerüstet ist - es kann auch
"alternatives" Werkzeug sein (wie das abgebildete Cyber-Tool = moderne
Version des Schweizermessers) - kann man sich gleich an den Zusammenbau
machen.
Diesmal habe ich den Baukasten meiner Tochter überlassen
müssen, die zwar sonst lieber programmiert, aber dieser
Gelegenheit, zu einem "richtigen" Modellauto zu kommen, konnte
sie einfach nicht widerstehen.
Und damit der Zusammenbau auch ordentlich erfolgt, hat ihr ein Maskottchen (das kleine Zebra Petra) helfen müssen. |
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Aufbau:
Im ersten Bauabschnitt wird das hintere Getriebe zusammen gebaut. Das
Kegelrad Differential sitzt zwischen den Lagerböcken, wobei der rechte
Lagerbock auch die Motorplatte aus Aluminium trägt.
Im Motorträger werden auch
die Lager für die Zwischenwelle befestigt und an den Blöcken
für das Differential findet man die Halterungen für die
unteren Querlenker, die mit Stahlachsen und C-Clips befestigt werden.
Der Grundaufbau entspricht
völlig der RS4 Serie von HPI - Plattenchassis mit Zweiriemen
Antrieb (4WD) und Mittelmotor vor der Hinterachse. Viele Teile sind
daher auch mit den kleineren Modellen dieser Serie (Sport, etc.)
identisch - ein ziemlicher Vorteil bei der Ersatzteilbeschaffung.
Vor der Befestigung der
Hinterachseinheit sind die beiden Riemen einzufädeln, der kurze
Riemen, der von der Zwischenwelle zum hinteren Differential geht und
der lange Riemen, der das - im nächsten Bauabschnitt beschriebene
- vordere Differential antreiben soll.
Bei der Montage der Lenkung ist
dann noch auf die richtige Riemenführung zu achten. Mit etwas
technischem Verständnis sollte das aber kein Problem darstellen.
Meine Tochter hat jedenfalls mit dem Zusammenbau keine Schwierigkeiten
gehabt - und das ist sicher nicht nur an der Mithilfe des kleinen
Stofftiers gelegen :-)
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Chassisplatte mit Hinterachseinheit

Beide Getriebe samt Aufhängungen sind montiert
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Das "Rolling Chassis" mit Stick Akku - da bleibt sogar Platz für das Maskottchen

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Der Einfachheit halber hat sie die Version für den Stick Akku
gebaut - meine Saddle Packs wollte sie nicht auch noch entführen.
Jedenfalls nicht gleich :-)
Das Chassis erlaubt nämlich beide Varianten:
- Stick Packs mit einer beiliegenden Halterung,
die den Akku vom Riemen "fern" hält und noch dazu mit einem
cleveren Schnellverschluss ausgestattet ist und bei dem keine
Splinten oder ähnliches verloren gehen können
- Saddle Packs, und zwar in verschiedenen
Positionen und Konfigurationen - es sind nämlich 2 x 4 Ausschnitte
in der Chassisplatte vorgesehen. Die Befestigung kann hier mit
Klebestreifen oder Klettband erfolgen (diese nützlichen Dinge
liegen dem Baukasten allerdings nicht bei)
Erwähnenswert sind noch die ölgefüllten Dämpfer,
die mit einer Aluminiumkappe verschlossen werden und die oberen
Querlenker, die zwar mit Gewindestangen einstellbar sind, aber
über Links-/Rechtsgewinde hätte ich mich doch noch etwas mehr
gefreut.
Und ein dicker Schaumstofframmer hätte wahrscheinlich auch seine
Berechtigung, wenn man an die schönen großen - aber nicht
ganz billigen - Karosserien denkt.
Abmessungen:
Der Radstand des Super EP beträgt wahlweise 280 oder 300 mm.
Für den Lamborghini Murcielago und den (geplanten) Porsche 911
turbo sind 280 mm gerade richtig, für den längeren Radstand
gibt es den Lancer Evo VI, den Impreza, den Nissan 350Z und einen
wunderschönen Toyota GT-one.
Die
Breite beträgt 230 mm - also deutlich mehr als bei den 1/10 Scale
Modellen, die Länge des Murcielago über alles ist 500 mm. Das
Gewicht des fahrfertigen Modells liegt bei etwa 1600 Gramm - also kaum
schwerer als seine kleineren Brüder.
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Karosserie:
Wie schon mehrfach erwähnt, liegt dem Baukasten die Karosserie
eines Lamborghini Murcielago bei. Fast wäre ich versucht, leider
zu sagen, da das immerhin der Grund für die Entführung des
Testmodells war. Aber ich muss neidlos anerkennen, dass meiner Tochter
die Lackierung sehr gut gelungen ist. Und mit Hilfe eines Freundes
wurde auch noch eine Lichtanlage eingebaut - Doppelscheinwerfer vorne
und Rücklichter waren bei der ersten "großen" Ausfahrt
bereits funktionsfähig, der Einbau von funktionierenden
Bremslichtern wurden - mangels geeigneter Elektronik - auf einen
späteren Zeitpunkt verschoben.
Dem Design entsprechend mussten auch die schwarzen Felgen
im BBS-Look einer Garnitur silberner Sternfelgen weichen. Meine Tochter
hat immerhin für die Lackierung eine ganze Menge Zeit (und Custom Colors von LRP) aufgewendet, da musste das einfach sein!
Fahrtest:
Der
Einbau der Fernsteuerung hat logischerweise überhaupt keine
Probleme gemacht, Platz ist jedenfalls reichlich vorhanden. Da ein
Renneinsatz beim Fun Cup Austria auf der Wiener Modellbau Messe geplant war, wurden (im Sinne des FCA) ganz normale Komponenten verwendet:
- ein Drehknopfsender von Acoms
- Empfänger und Servo stammten von Robbe
- als elektronischer Fahrtregler wurde ein LRP
F1-Reverse verwendet, der dankenswerter Weise ebenso dem Testmodell
beigelegt war, wie der
- LRP-HPI-Challenge Sport Motor mit 17 Windungen.
Nach einem Testausflug zum RCCDarkDog nach Grafenwörth
zum ersten Eingewöhnen - der Super EP hat sich dabei keine
Blöße gegeben - konnte es dann auf der Modellbau Messe in
Wien richtig zur Sache gehen.
Da es bei der FCA Classic eher um Gleichmäßigkeit und gute
Optik geht als um Top Speed, war der eindeutige Trainingsrückstand
nicht weiter schlimm. Um es kurz zu machen:
Beim ersten Renneinsatz konnte meine Tochter mit dem Super EP nicht nur
sehr gleichmäßige Rundenzeiten herausfahren, sondern - nicht
zuletzt wegen der tollen Lackierung - auch die meisten Publikumsstimmen
für das schönste Modell des Bewerbs erringen. Damit war ihr
auch der Gesamtsieg sicher.
Aber auch wenn es bei diesem Rennen nicht alleine um Schnelligkeit
gegangen ist, der RS4 Super EP hat einiges Potential. Die Reifen aus
dem Baukasten waren zwar für die Hallenstrecke mit Teppichbelag
ganz gut geeignet, für Rennen im Freien sind die etwas weicheren
Reifen (Racing Slick Belted #4597) aber besser geeignet.
Mit der entsprechenden Rennerfahrung (oder genügend
Trainingsfleiss) macht dann auch ein schnellerer Motor Sinn, für
die ersten Rennversuche ist der orange Challenge Motor aber sehr gut
geeignet. Eine kleine Auswahl an Ritzeln sollte man aber gleich von
Anfang an in der Werkzeugkiste haben, damit man die Untersetzung an die
Strecke und an seinen Fahrstil anpassen kann.
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Vor der ersten Probefahrt

Erstes Rennen beim FCA Classic auf der Modellbau...

...und gleich ein Sieg!
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Fazit:
Auf den ersten Blick ist der RS4 Super EP ein ungewöhnliches
Modell. Bei näherer Betrachtung hat er aber einige Vorzüge,
vor allem für Einsteiger in das Hobby.
Durch den etwas größeren Maßstab ist der Einbau der
Fernsteuerung und der Elektronik kein Problem, auch wenn man normale
Komponenten verwendet. Und für den engagierten Modellbauer (und
Rennfahrer) tun sich auch neue Perspektiven auf: durch die längere
Chassisplatte ist Platz für bis zu 8 Zellen. Man kann also mit der
Akkuposition experimentieren oder auch mehr Zellen verwenden. Das
würde ich allerdings eher dann empfehlen, wenn an die Anschaffung eines Brushless-Sets gedacht ist. Die Mehrleistung sollte sich schon verkraften lassen.
Für den Hobby-Racer bietet sich aber eine viel einfachere Möglichkeit zum Renneinsatz an > die LRP-HPI-Challenge
hat bereits eine eigene Klasse für diese "Super-Boliden" ins
Reglement aufgenommen und die ersten Rennen sind auch schon
durchgeführt worden. Die Teilnehmer waren - so weit ich das
vernommen habe - von der neuen "Klasse" sehr angetan.
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Maßstab
und Klasse: Super Scale Tourenwagen mit 4WD-Antrieb über 2 Riemen
Antrieb: LRP Sport Challenge Motor 17x2 Windungen
Länge. 500 mm
Breite: 230 mm
Radstand: 280 mm
Spurweite vorne/hinten: 185/188 mm
Reifendurchmesser vorne/hinten: 74/74 mm
Reifenbreite vorne/hinten: 34/34 mm
Bodenfreiheit: 9 mm
Fahrwerk: Einzelradaufhängung
mit doppelten Querlenkern und Öldämpfern vorne und hinten
Platten-Chassis mit Radioplatte, 2 Kegelrad-Differentiale
Elektronik: Acoms 27 MHz AM, Robbe micro Empfänger, elektronischer Regler LRP F1-Reverse, Servo Robbe RS-200,
Akku: LRP Power Pack 3000 NiMH/7,2 V
Karosserie: HPI Lamborghini Murcielago Super Scale, mit Klebebildern und Scheibenabklebern
Gewicht fahrfertig (mit Lichtanlage) 1780 g
Empfohlener Verkaufspreis € 240,- (Baukasten ohne Elektronik)
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Der
HPI Super EP RS4 ist im guten Fachhandel erhältlich - ebenso das
zum Betrieb notwendige Zubehör, wie Lexanfarbe, Fernsteuerung,
Motor, elektronischer Regler, Akkus und Ladegerät. Nähere
Informationen dazu findet man auf der Website von LRP, die auch das Testmodell zur Verfügung gestellt haben, bei HPI-Europe und in den Foren des www.rc-web.at.

(psr 2004)
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