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LRP-HPI Deutschlamd   Fun Cup Austria

Kleiner Flitzer - gut aussehend...

LRP-HPI Sprint GTi Citroen Saxo

HPI Sprint GTi

HPI Sprint GTi

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat LRP (als Generalvertretung für HPI) die Mini-Serie durch eine neue Modellreihe ersetzt. Eigentlich ersetzen müssen, weil die beliebten RS4Mini nicht mehr hergestellt werden - und die Vorräte schön langsam zu Ende gehen.

In der HPI-Challenge sollte aber weiterhin diese Klasse, die sich besonders an Einsteiger wendet, weiter gefahren werden können - also musste Ersatz her. Und der war mit dem Sprint GTi bald gefunden.

 

Wie man dem obigen Foto entnehmen kann, hat LRP gleich eine komplette FCA-Rennausrüstung für diesen Test zur Verfügung gestellt.

Neben dem fertig zusammen gebautem Chassis mit lackierter und beklebter Karosserie war noch ein LRP Sprinter (elektronischer Regler, ab 16 turns), ein LRP-Challenge Sport-Motor (mit 17 turns), das passende Ritzel dazu (25 Zähne), ein LRP 2100 NiCad-Akku und ein LRP NiMH-Charger (der natürlich auch NiCads schnellladen kann) im Testpaket. 

LRP FCA-Zubehoer


HPI Sprint GTi Saxo

Inhalt:  

Hat man erst einmal die "Abdeckungen" von den Schaufenstern der Schachtel entfernt, blickt man auf einen hübschen, roten Citroen Saxo, wie er auch im gleichnamigen Markenpokal bei den "Großen" eingesetzt wird. Und wenn man die Schachtel öffnet, "fällt" einem ein praktisch fertiges RC-Modell in die Hände.

Das Chassis ist komplett zusammengebaut, Kugellager und Öldämpfer sind schon enthalten. Fehlt eigentlich nur mehr die Elektronik - und die ist schnell eingebaut. Sogar Einsteiger können das an einem Nachmittag oder Abend erledigen - und dann steht einer Probefahrt nichts mehr im Wege.

 

Aufbau: Nimmt man die Karosserie ab, könnte man auf den ersten Blick meinen, ein Sprint Chassis vor sich zu haben. Erst beim genaueren Hinsehen (oder Nachmessen) fällt der etwas kürzere Radstand auf - der GTi ist mit 237 mm um 20 mm kürzer als der "große Bruder". Und damit ein guter Nachfolger für die Minis.

Der Aufbau entspricht allerdings vollkommen dem Sprint. Zwei Platten aus Kunststoff bilden, dank der Verschraubung mit den Getriebeböcken und den zusätzlichen Versterbungen, ein recht steifes Chassis. 

Der Motor sitzt vor der Hinterachse. Der Antrieb erfolgt über zwei Zahnriemen, die über eine Zwischenwelle angetrieben werden und die Kegelrad-Differentiale an der Vorder- und Hinterachse antreiben. Ein Riemenspanner für den vorderen Riemen ist bereits eingebaut.

Die Aufhängungen sind recht konventionell gestaltet, die oberen Querlenker und die Spurstangen sind Kunststoffteile, die mit Kugelköpfen befestigt sind. Für den Anfang eine gute Sache, weil man eigentlich nichts falsch machen kann. Mit steigender Erfahrung kann man diese Teile leicht gegen einstellbare austauschen - und damit das Fahrverhalten gezielt beeinflussen.

Dafür muss aber erst einmal die Fernsteuerung eingebaut werden. Und um keine Überraschungen zu erleben, sollten die Komponenten (Empfänger, Lenkservo, elektronischer Regler und Akku) erst einmal "trocken" zusammengeschaltet werden, damit man die Neutralstellung (Trimmung am Sender bitte in Mittelstellung bringen) ermitteln kann. Servo-Saver für Futaba und KOPropo/Acoms/Sanwa liegen übrigens dem Kit ebenfalls bei.

Abmessungen: Die Breite von 190 mm entspricht zwar den meisten  Tourenwagen im Maßstab 1/10, der Radstand von 237 mm schränkt allerdings die Auswahl an Karosserien ziemlich ein - es sollen aber demnächst weitere Karosserien für den kurzen Radstand folgen.

HPI GTi Chassis

RC-Anlage einstellen


HPI Sprint GTi Saxo frog

 

Karosserien: Derzeit (Frühjahr 2003) ist nur die Citroen Saxo Karosserie von HPI für den GTi lieferbar. Allerdings nicht nur in rot, wie sie dem Komplettkit beiliegt, sondern auch unlackiert.

Damit konnte ich auch gleich eine "Kontrastfarbe" ausprobieren - obwohl sich auch in Zukunft an meinem gewohnten Farbschema nicht viel ändern wird. Ein rot/schwarzer Saxo kommt sicherlich demnächst auch noch ins Haus.

Die Eignung für den FunCup Austria 2003 in der Klasse Hobby ist - unabhängig von der Farbgebung - jedenfalls keine Frage.

Auch wenn das froschgrün vielleicht nicht allen gefällt, es könnte ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal werden, denn die GTis erfreuen sich bereits einiger Beliebtheit.

 

Fahrtest:  

Und nach den ersten Fahrversuchen kann ich das auch gut verstehen. Der "kurze" Sprint  ist ein quicklebendiges Modell ohne dabei aber besonders giftig zu sein. Mit den mitgelieferten Reifen (Durchmesser entspricht normalen Tourenwagen) und in der Baukastenabstimmung verhält sich der GTi recht manierlich. Er ist wendig und - mit dem LRP Sport Challenge Motor (17 Windungen, also optimal für den FCA geeignet) - recht flott (Gesamtuntersetzung mit dem 25er Ritzel etwa 7,4:1).

Tipps:

Zum Motor auch gleich einen Tipp: Unbedingt die Entstörkondensatoren anlöten. Je ein Kondensator soll zwischen +Pol und Gehäuse, -Pol und Gehäuse und zwischen + und - gelötet werden. Dazu sollte man das Gehäuse an einer Stelle vom Lack "befreien", also mit einer kleinen Feile das Gehäuse anschleifen, sonst greift das Zinn nicht.

Auch zu den Slicks ein Tipp: Die Reifen (samt Einlagen) sind auf Speichenfelgen montiert - aber nicht verklebt. Das sollte man schleunigst nachholen, sonst ist die erste Testfahrt vielleicht schnell zu Ende.

Und noch ein Tipp zur praktischen Batteriehalterung: Um den Akku-Stick ohne "Druck" einbauen zu können, sollte man die Halterungen in die äußeren Bohrungen (siehe Pfeile) ummontieren. Die innere Position ist für Side-by-side Akkus (oder Saddle Packs gedacht). AUßerdem sollte man die Befestigungslöcher vorsichtig erweitern, damit das Auf- und Zuklappen leichter geht.

Und ein letzter Tipp: Selbst für ein vormontiertes Modell sollte man sich einen Satz guten Werkzeugs zulegen. Denn zum Einabu der Elektronik, aber auch zur Kontrolle und für das Service sind - neben den beiliegenden Inbusschlüsseln - zwei gute Kreuzschlitz Schraubendreher, eine spitze Kombizange und ein scharfes Hobbymesser notwendig. Und Kontrolle ist besser als Ersatzteile suchen, darum nach jedem Renntag einmal die Schrauben auf richtigen Sitz, die Dämpfer auf Dichtigkeit und den Antrieb auf leichten Lauf überprüfen.

LRP Challenge Motor

Modifikation Batteriehalter


Fazit:
Der Sprint GTi von HPI mit der roten Saxo-Karosserie schaut nicht nur gut aus, sondern ist auch wendiges und flottes RC-Car, das noch dazu gut beherrschbar ist. Der Baukasten (eigentlich ist der Begriff nicht ganz richtig, denn das Chassis ist ja weitgehend vormontiert) macht einen soliden Eindruck und wenn man damit erst einmal auf der Strecke ist, gewinnt man auch sofort die Herzen aller Zuschauer, weil er "Kleine" einfach super ausschaut. 

Der GTi ist zwar kein absolutes Top-Wettbewerbsmodell, dazu ist er ein bisschen zu kurz. Aber für den Fun Cup, für Klubrennen und für die HPI Mini Challenge ist er optimal geeignet - und mit ein paar Tuningteilen kann man noch Einiges mehr herausholen. Es muss also nicht immer Kohlefaser und Titan sein, wenn man ein gutes Modell fahren will. Einstellbare obere Querlenker und vielleicht die Kugeldiffs wären schon eine Überlegung wert, für den Anfang reicht die "Grundausstattung" aber allemal!

HPI Sprint GTi Saxo

Maßstab und Klasse: 1/10 Tourenwagen mit 4WD-Antrieb über 2 Riemen
Antrieb: Elektromotor LRP Sport Challenge 17 Windungen
Länge. 405 mm
Breite: 190 mm
Radstand: 237  mm
Spurweite vorne/hinten: 166/166 mm
Reifendurchmesser vorne/hinten: 65/65 mm
Reifenbreite vorne/hinten: 24/24 mm
Bodenfreiheit: 6 mm 
Fahrwerk: Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern
Ölgefüllte Dämpfer und Schraubenfedern  
Platten-Chassis, 2 Kegelrad-Differentiale

Elektronik: Drehknopf-Anlage mit Lenkservo von Acoms, elektronischer Regler (LRP Sprinter),
Akku: LRP Sport 2100 NiCd Stick Pack 

Karosserie: Citroen Saxo, rot lackiert und beklebt

 

LRP electronics

Die Produkte von LRP und HPI sind im guten Fachhandel erhältlich. Nähere Informationen dazu findet man auch auf der Website von LRP und der LRP-HPI-Challenge, dort findet man auch Näheres zu den Rennterminen in Österreich. Und natürlich gibt es im www.rc-web.at ein eigenes Forum für Fragen rund um LRP und HPI.

  [psr 2003]

 

 

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