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R/C Web Austria
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Preiswerte Überraschung
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Robitronic ETC Sport
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- ETC steht für Electric Touring Car 4WD,
- Sport für Einsteigermodell und
- Robitronic für Qualität.
So viel sei schon einmal vorweg genommen.
Abgesehen
von der Überraschung, dass Robitronic nach dem High-Tech ETC V 1.1
(und 1.2) jetzt ein wirklich preiswertes Modell ins Programm
aufgenommen hat, konnte eine Kombination aus dem Vorgenannten sehr
interessant werden. Die Neugier war bei mir jedenfalls ziemlich
groß, als ich die nebenstehend abgebildete Schachtel vor mir
stehen hatte.
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Die relativ große Schachtel mit dem Bild des fertigen Modells hat
einen praktischen Tragegriff und kann - da ja auch schon beim Kauf das
fertig gebaute Modell samt lackierter und fertig dekorierter Karosserie
enthalten ist - praktischer Weise als Transportkarton verwendet werden.
Neben dem Modell selbst findet auch noch eine Schachtel mit Reifen,
Akkus, Kleinteilen und etwas Werkzeug Platz. Oder es kann die - beim
RTR-Kit - beigepackte Fernsteuerung noch untergebracht werden.
Zum Test haben wir das fertig aufgebaute Modell ohne Fernsteuerung
bekommen. Inzwischen müsste aber auch die Funkzulassung für
den Sender erfolgt und auch das komplett fahrfertige Modell (nur noch
Akku einbauen...) im Handel sein.
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Inhalt:
Der ETC Sport hat zwar mit seinem Namensvetter ETC V1.1 hauptsächlich
den Namen und die "Klasse" gemeinsam, es sind allerdings auch nicht
unwesentliche Unterschiede im Preis vorhanden.
Im Gegensatz zum hochkarätigen Rennmodell V1.1 richtet sich der Sport
auch an einen anderen Interessentenkreis - nämlich an Einsteiger,
die ein gut ausgestattetes Basismodell zu einem äußerst
interessanten Preis suchen.
Der ETC Sport kommt auch - wie schon erwähnt - fertig montiert aus
der Schachtel. Eine ausführliche Bauanleitung liegt aber trotzdem
bei - und hilft bei eventuellen Einstell-, Service- und
Reparaturarbeiten.
Auch der schöne neue 2004-Katalog liegt bei, ein Blick
hinein lohnt sich jedenfalls. Robitronic hat ja, neben den
Generalvertretungen für Fernsteuerungen von KoPropo
und Reifen von TakeOff, seinen eigenen Elektronikprodukten
(elektronische Regler, Motortester, Ladegeräte und
Entladeplatinen) auch ein ziemlich umfangreiches Sortiment an
nützlichem Zubehör (Zahnräder, Kugellager, ServoSaver, Transporttaschen und vieles mehr).
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Aufbau:
Der ETC Sport ist also ein 4WD Tourenwagen im Maßstab 1/10 mit
Elektroantrieb - ein Motor der Baugröße 540 ist übrigens schon
eingebaut. Die Motorhalterung mit den Kühlrippen wird durch einen
aufgesteckten Aukühlkörper ergänzt. Die
Kraftübertragung auf die beiden Kugeldifferentiale(!) erfolgt
über eine Kardanwelle aus blau eloxiertem Aluminium.
Auch die 4 Öldruckdämpfer haben blau eloxierte
Alugehäuse und über Gewinde stufenlos einstellbare
Federhalter. Wie bei ziemlich allen vormontierten Modellen sollte man
den Füllstand und die Funktion der Dämpfer vor der ersten
Probefahrt kontrollieren. Beim Testmuster hat sich zwar kein Mangel
gezeigt, es ist aber nicht auszuschließen, dass ein paar Tropfen
Dämpferöl fehlen, eine Dämpferkappe nicht richtig
verschraubt oder ein Kugelkopf nicht ganz leichtgängig ist.
Die Aufhängung an Vorder- und Hinterachse erfolgt an Querlenkern
mit Kugelkopf-Gelenken, ergänzt durch obere Querlenkern mit
Links-/Rechtsgewinde an der Hinterachse. An der Hinterachse ist auch
bereits ein Querstabilisator eingebaut.
Die Federung erfolgt durch Schraubenfedern, die Einstellung der
Bodenfreiheit durch die - bereits erwähnten - oberen Federteller mit Gewinde.
Zusätzlich zu den Begrenzern für den Ausfederweg sind an beiden Achsen
auch Einfederweg Begrenzer (einstellbare obere Anschläge) zu finden.
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Das Chassis selbst besteht aus einer stabilen Kunststoffwanne und
einer stark verrippten oberen Strebe, die für ausreichende
Steifigkeit sorgt. In der Chassiswanne sind auf der rechten Seite Aussparungen für 6
Zellen vorgesehen. Neben Saddlepack oder Side-by-Side Akkus können
aber auch herkömmliche Stick Packs verwendet werden. Dazu braucht die
Haltespange für die Akkus nur mit der flachen Seite nach unten eingebaut werden.
Auf der linken Seite ist dann vor dem Motor ausreichend Platz für
das Lenkservo und einen elektronischen Regler zu finden. Dazwischen
findet eventuell auch noch der Empfänger (aufgestellt) Platz, der
aber auch über dem Lenkservo gut untergebracht werden kann.
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Die Kugelköpfe der Aufhängungen und der Stoßdämpfer sind mit kleinen Schaumstoffringen
gegen übermäßige Verschmutzung geschützt. Ein wirklich nettes Detail.
Auch an dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass sich die
Kontrolle des zusammengebauten Modells bezahlt machen kann. In meinem
Fall haben nämlich die Antriebsknochen etwas viel Spiel gehabt, so
dass ich im Falle eines Anpralls (bei meiner Fahrweise nicht ganz
auszuschliessen) einen Verlust nicht ausgeschlossen habe. Mit kleinen
Gummiringen oder Scheibchen aus Schaumstoff kann man das aber leicht
beheben.
Die Kontrolle von Sturz und Spur hat keine Korrekturen erfordert - eine
Sturzlehre (oder wenigstens ein gutes Geo-Dreieck) erleichtert diese
Arbeit ungemein. Die Anschläge für Ein- und Ausfederweg habe
ich auf gleiche Werte eingestellt.
Karosserie:
Einerseits habe ich mich darüber gefreut, dass die Karosserie
(schaut übrigens einem Alfa 156 sehr ähnlich) schon fertig
lackiert, mit dem roten Flammendekor versehen und fertig ausgeschnitten
und gebohrt beiliegt. Auch die Startnummer 1 hat mich überhaupt
nicht gestört. Allerdings wäre mir die Kontrastfarbe (=
schwarz) als Hintergrund irgendwie lieber gewesen... (das musste sein!).
Die Karosserie selbst ist aus etwas dickerem und flexiblerem Material,
leidet aber unter "leichten Ausrutschern" genau so wie Lexankarosserien bekannter Hersteller.
Aber - wie bei RC-Cars üblich - kann man natürlich auch
andere Lexankarosserien mit 190 mm Breite verwenden. Das ist jedenfalls
dann zu empfehlen, wenn sich der ETC Sport so verbreitet, dass bei
jedem Parkplatzrennen die weissen Karosserien über Hand nehmen.
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Fahrtest:
Aber was ja am Wichtigsten bei einem RC-Car ist - wenn es nicht nur
still und leise in der Vitrine verstauben soll - ist ja das
Fahrverhalten. Und um den ETC Sport auch in diesem Punkt genauer
beschreiben zu können (und die Eignung für den FCA zu ergründen), wurde mit dem RCC DarkDog ein Testtag auf der Strecke in Grafenwörth vereinbart.
Die ersten Testfahrten mit der praktisch unveränderten Einstellung
aus der Schachtel haben den ETC Sport als ein weitgehend problemloses
Fahrzeug gezeigt, das noch jede Menge Potential für
Veränderungen hat. Damit kann es an den jeweiligen Fahrstil
und die Rennstrecke angepasst werden - und das haben wir dann auch
gleich versucht. Wenn man am Wochenende nach Grafenwörth kommt,
findet man fast immer andere Fahrer, die sich in diesem Fall gleich auf
den ETC gestürzt haben.
So konnte ich in recht kurzer Zeit - und Dank der Hilfe der anderen Fahrer - eine Menge Erfahrung sammeln.
- Die serienmäßige Übersetzung ist mit dem mitgelieferten Motor für Einsteiger recht brauchbar
- Früher oder später wird man mehr
Speed haben wollen und zu einem Motor mit 17 Windungen greifen, dann
passt die Übersetzung wieder
- Der Stabilisator an der Hinterachse führt zu eher übersteuerndem Fahrverhalten (und wurde also von mir ausgebaut)
- Die Reifen aus dem Baukasten sind zwar mit
Einlagen versehen und verklebt, aber mehr Grip bringen doch die
bewährten CS 27 von TakeOff oder J28 von Ride
- Mit etwas Geduld und Probieren kann man den ETC
Sport durch Veränderungen am Set Up sehr gut auf seine
Bedürfnisse abstimmen - und dabei habe ich noch gar nicht mit
anderen Federn und Dämpferöl zu experimentieren begonnen...
- Die Eignung für den Fun Cup Austria ist damit mehr als gegeben :-)
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Maßstab und Klasse: 1/10 Tourenwagen
Antrieb: 4WD-Antrieb über Kardanwelle, 2 Kugeldifferentiale
Länge. 430 mm
Breite: 190 mm
Radstand: 258 mm
Spurweite vorne/hinten: 162/164 mm
Reifendurchmesser vorne/hinten: 64/64 mm
Reifenbreite vorne/hinten: 26/26 mm
Bodenfreiheit: 7 mm
Fahrwerk: Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern
Ölgefüllte Dämpfer und Schraubenfedern
Wannen-Chassis mit Versteifungen
Motor: Elektromotor ACME mit 20 Windungen(?)
Elektronik: wahlweise auch als fahrfertiges Modell mit Drehknopfanlage und elektronischem Regler erhältlich
Akku: Robitronic Sanyo 3300HV NiMH Saddle Pack
Karosserie: Robitronic Alfa
Richtpreis für das fertig montierte Modell (ohne Elektronik) - € 129,-,
für das RTR-Modell mit Drehknopfanlage und elektronischen Fahrtregler - € 279.-.
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Noch ein paar Tipps zum Schluss:
- Das Hauptzahnrad und das Ritzel haben Modul 0,6 mm (für Tamiya-Fahrer ist das ja kein Problem)
- Eine Anpassung der Übersetzung kann also mit größeren Ritzeln (24/25) von Tamiya erfolgen
- Oder
man verwendet den beigelegten Adapter und montiert ein zölliges
Hauptzahnrad (Modul 48dp, 66 Zähne - siehe Robitronic Katalog) und
greift auf die leichter erhältlichen zölligen Ritzel zurück
- Neben der richtigen Übersetzung sind die Reifen der wichtigste Faktor für die Abstimmung
- Der Umstieg auf bewährte "Rennreifen" bringt einen deutlichen
Gewinn an Grip - aber das ist bei praktisch allen Baukastenreifen so
Der ETC Sport ist also ein gutes Einsteigermodell, das für wenig
Geld eine Menge gut gelöster Details bietet und sich durch seine
Einstellmöglichkeiten gut an den persönlichen Fahrstil
anpassen lässt. Die Grundausstattung ist schon recht gut und kann
mit wenig Aufwand noch einmal deutlich verbessert werden. Darüber
hinaus bürgt Robitronic für gute Ersatzteilversorgung und ein breites Programm an nützlichem und erschwinglichem Zubehör.
Die Produkte von
sind bei guten Fachhändlern zu bekommen, ein Händlerverzeichnis findet man auf der Website von
Robitronic. Tipps
zu Elektro-Modellen und Näheres zu Rennterminen
des FCA - Fun Cup Austria findet man in den Foren des
www.rc-web.at.
[psr 2004]
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