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Oh Lord, won't you buy me a Mercedes Benz

CEN Racing GX-1 4WD EP - Mercedes CLK GTR



Mercedes und RTR - oder (Fast-) Fertigmodelle sind ja nicht gerade meine Lieblinge. Ich bin halt ein Porsche-Fan und glaube, dass Modellbau eben auch etwas mit selber schrauben zu tun haben soll. 
Als aber der "webmaster" die schöne große Schachtel vom

mit dem CLK GTR zum Testen bei mir abgeliefert hat, konnte ich nicht widerstehen. Und der Vorteil liegt ja auch auf der Hand.


In sehr kurzer Zeit ist die Fernsteuerung montiert - ein elektronischer Regler ist bereits eingebaut(!), der Akku geladen...
...und draußen liegt Schnee. Also NIX mit Testfahrten (wer rechnet aber auch noch mit so einem Kälteeinbruch im April!).

Naja, das gibt einem etwas mehr Zeit für die Details - und das kann ja auch nicht schaden. Darum folgt jetzt auch eine detailliertere Beschreibung des Ganzen.

Die geräumige Schachtel - finde ich immer gut, weil als Transportbehälter sehr gut geeignet - enthält das weitgehend vormontierte Chassis, einen Satz Felgen mit Reifen und Einlagen, ein paar Kleinteile zur Befestigung der Elektronik (Servo, Empfänger, Akku) und der Karosserie.



Inhalt:

Es ist also sinnvoll, mit dem Montieren der Reifen zu beginnen. Dazu entfernt man zuerst die Innenteile aus den Schaumstoffeinlagen. Dann werden die Ringe in die Reifen eingelegt und möglichst gleichmäßig "verteilt". Durch mehrfaches Drehen zwischen den Fingern und etwas Drücken und Walken lässt sich das sehr schnell erreichen. Schließlich soll es ja dann keine "Klumpen" im Reifen geben.

Die Reifen haben ein Straßenprofil, das für Fahrten auf Parkplätzen recht gut geeignet sein sollte. Die Mischung ist eher hart, ein Verkleben mit den Felgen ist aber trotzdem empfehlenswert, sonst kann es leicht passieren, dass man nach ein paar schnellen Kurven auf den Felgen landet.


Aufbau:

Das Chassis selbst ist ein Plattenchassis, die Chassisplatten sind aus schwarzem GfK und großzügig ausgeschnitten. Die untere und die obere Platte sind mit den Differential Gehäusen verschraubt und ergeben ein recht stabiles Chassis.

Der Antrieb der Vorderachase erfolgt über einen Zahnriemen, der die beiden Getriebegehäuse verbindet. Die Differentiale sind Kegelrad Differentiale, die aber Dank der Füllung mit zähem Fett eine deutliche Sperrwirkung haben.

Die ölgefüllten Stoßdämpfer sind vormontiert, haben ein Gehäuse aus Kunststoff mit Kappen aus Aluminium. Das Befüllen mit dem beiliegenden Silikonöl ist ganz einfach:

  • Dämpfer von den Kugelköpfen schnappen
  • Obere Dämpferkappe abschrauben
  • Öl aus dem beiliegendem Fläschchen einfüllen
  • Kolben mehrfach auf und ab bewegen
  • Luftblasen aufsteigen lassen
  • Gummimembran wieder aufsetzen
  • Kappe wieder aufschrauben
  • überschüssiges Öl entfernen
  • Stoßdämpfer wieder montieren

Die Einstellung der Bodenfreiheit mit den beiliegenden Steckringen aus Kunststoff ist ebenfalls ganz einfach.

Ein nettes Detail sind die Splinten durch die Radachsen, die ein Herausfallen der Metalllager verhindern. Hier wäre auch der erste Ansatzpunkt für Tuning Maßnahmen > der Einbau von Kugellagern ist auch für "just4fun" Fahrer sinnvoll und empfehlenswert. Und ein Satz Kugellager kostet wirklich kein Vermögen.

Für die ersten Probefahrten sind die Bronzelager jedenfalls durchaus geeignet. Nach ein paar Akkus sollte man dann aber die Gelegenheit nutzen und bei der Generalreinigung alle Lager (auch die im Getriebe) auszubauen, zu vermessen und gegen Kugellager zu tauschen.






Der Einbau der Elektronik, genauer des Lenkservos und des Empfängers, macht keinerlei Probleme. Der elektronische Fahrtregler (vorwärts/rückwärts, geeignet für Motoren ab 18 Windungen) ist ja bereits montiert und muss nur mehr am Empfänger angesteckt werden. Mit dem vormontierten 540er Motor gibt es also überhaupt keine Probleme, aber mit der richtigen Übersetzung sollte auch ein FCA-tauglicher Motor mit 17 Windungen noch möglich sein.


Komponenten mit  Standardabmessungen finden leicht Platz - der Empfänger findet auf der linken Seite vor dem Akku ausreichend Platz, das Servo wird mit dem Servosaver nach außen auf der rechten Seite der Chassisplatte montiert. Der Riemen läuft problemlos darüber hinweg.


Erfreulicherweise sind die Anlenkungen und die oberen Querlenker mit Gewindestangen versehen und daher einstellbar. Für Tuningfreaks bietet sich auch hier der Austausch gegen Links-/Rechtsgewinde an, da dann die Einstellung ohne Abschnappen der Kugelköpfe erfolgen kann.

Die Akkuhalterung ist für einen 6-zelligen Stick Akku ausgelegt, praktischerweise wird der Akku von einem Splint festgehalten. Der Akkuwechsel gestaltet sich also sehr einfach.

Abmessungen:

Der Radstand des CEN GX-1 beträgt 257 mm und entspricht damit dem üblichen Maß für 1/10 Tourenwagen. Die Breite an Vorder- und Hinterachse ist mit 196 mm etwas breiter als die meisten 1/10 4 WDs, es sollten daher 200 mm breite Karosserien verwendet werden.

Die unteren Querlenker weisen allerdings auch ein zweites Lochpaar für die Achsen der Radträger auf, damit kann man die Breite so verringern, dass Karosserien mit 190 mm Breite passen.

Karosserie:

Dem Baukasten liegt eine fertig lackierte, beklebte und ausgeschnittene Karosserie bei und auch der Heckflügel ist schon befestigt. Sogar Mercedes-Stern und Rückspiegel sind bereits montiert. Damit entfällt die - mir jedenfalls - unangenehme Bauphase des Anpassens und Lackieren. Als kleiner Nachteil ist der "Einheitslook" zu bemerken. Dem kann aber durch Austausch der Klebebilder leicht abgeholfen werden.

Zusätzliche Karosseriehalterunge liegen dem Baukasten ebenfalls bei, ein Umbau auf andere Karosserien ist also kein Problem (jedenfalls gibt es bei www.rcmodellbau-shop.de  unter anderem auch noch einen schönen Porsche GT-1 von CEN, lackiert oder klar :).

Fahrtest: 
Der Einbau der Fernsteuerung hat keine Probleme gemacht, das Wetter wollte aber überhaupt nicht mitspielen. Daher hat sich der erste Einsatz beim Fun Cup Austria reichlich verzögert. Schließlich hat es dann aber beim 2. Lauf beim RCCDarkDog in Grafenwörth doch geklappt. Zwar war von Frühling noch immer nicht die Rede, aber wenigstens waren die Temperaturen schon (knapp) zweistellig.

Die Einstellung des Reglers ist mit einem Taster in 4 einfachen Schritten zu erledigen - 5 Sekunden drücken, um in den Einstellmodus zu gelangen. Dann wird die Neutralstellung gespeichert, der Vollgas- und der Rückwärtspunkt. Fertig!

Im serienmäßigen Zustand (540er Motor und eingebaute Untersetzung von etwa 7,5:1) ist das Modell gut kontrollierbar. Für den Renneinsatz - zum Beispiel beim FCA oder bei Klubrennen - sollte man entweder das Ritzel gegen ein etwas größeres tauschen oder den Motor gegen einen mit 17 Windungen tauschen.

Vom Fahrwerk her sollte das keine Probleme machen, zur Liste der schon erwähnten Tuningteilen sollte man noch einen Schaumstoff Rammer und Slickreifen hinzu fügen.


Das "Rolling Chassis" mit Stick Akku

Vor der ersten Probefahrt

Fazit:

Auch wenn bei fast fertig gebauten Modellen ein "Lernschritt" (wie ist das Modell eigentlich aufgebaut) wegfällt, der Vorteil des "schnell auf der Strecke" sein ist nicht von der Hand zu weisen. Und wenn man Spaß am Hobby findet, holt man beim ersten Generalservice des Versäumte ohnehin schnell nach. Die beiliegende Anleitung zeigt jedenfalls detailliert alle Bauabschnitte und kann als Referenz dienen.

Der Aufbau und das Aussehen des CEN sind sehr gut, lediglich die Breite des Modells könnte bei strengeren Reglements Probleme bereiten. Dann muss man sein bastlerisches Geschick einsetzen und auch die Karosserie tauschen. Aber auch das sollte ja kein großes Problem darstellen.

Jedenfalls bekommt man ziemlich viel "Auto" für sein Geld - neben dem Baukasten braucht man ja nur mehr eine Fernsteuerung (Sender, Empfänger und 1 Servo), zwei oder drei Stick Akkus und ein gutes Ladegerät - damit der Rennstall einsatzbereit ist. Dank des günstigen Preises des CLK GTR (oder auch des Porsche GT-1) und der guten Ausstattung des Kits bekommt man schon für rund € 300,- ein komplettes Paket
, das die Teilnahme an Fun-Rennen mit guten Chancen möglich macht.

Maßstab und Klasse: 1/10 Tourenwagen mit 4WD-Antrieb über 1 Zahnriemen
Antrieb: E-Motor 540

Länge: 465 mm
Breite: 200 mm
Radstand: 257 mm
Spurweite vorne/hinten: 170/170 mm
Reifendurchmesser vorne/hinten: 66/66 mm
Reifenbreite vorne/hinten: 25/25 mm
Bodenfreiheit: 8 mm 
Fahrwerk: Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern und Öldämpfern vorne und hinten
Platten-Chassis aus GfK mit Radioplatte, 2 Kegelrad-Differentiale

Elektronik: Acoms 27 MHz AM, Robbe micro Empfänger, elektronischer Regler CEN Conquest C, Servo Acoms AS-12 IC, 
Akku: LRP Power Pack 3000 NiMH/7,2 V

Karosserie: Mercedes CLK GTR, fertig lackiert, beklebt und ausgeschnitten

Gewicht fahrfertig 1560 g

Empfohlener Verkaufspreis € 160,- (vormontiertes Modell mit elektronischem Regler)


Der CEN GX-1 wurde uns von


zur Verfügung gestellt und ist auch im Versand erhältlich.

Nähere Informationen zum Testmodell gibt es auch in den Foren des www.rc-web.at.

(psr 2004)

 

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