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R/C Web Austria
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XMods Nissan 350Z
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Der Mann mit dem
Koffer...
...geht in die Halle - oder auch nur ins (große) Wohnzimmer zum
"Spielen". RC-Cars werden ja im Allgemeinen als Spielzeug angesehen,
auch wenn es sich dabei um ernst zu nehmende Modelle handelt, die mit
einer ganzen Menge Technik ausgestattet sind.
Und auch wenn die XMods von Carson keine reinrassigen Rennmodelle sind,
ist diese Alternative im
Maßstab 1:28, die als Komplettkit um knapp € 50,- verkauft, wird
ein vollwertiges ferngesteuertes Modellauto für die kältere
Jahreszeit,
für den Hobbyabend (im Hobbykeller oder am Dachboden) und
jedenfalls für die kleine Geldbörse.
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Und das ganze Set ist wirklich ziemlich komplett - zum Betrieb fehlen
nur mehr die Batterien oder Akkus (mit Ladegerät) für
Fernsteuerung und Fahrzeug.
Das ganze Kit kommt auch sehr praktisch verpackt
in einem Transportkoffer - sozusagen der Rennstall "In-A-Box" - der
später auch als Aufbewahrung von Modell und Fernsteuerung dienen
kann.
Aber fangen wir doch am Anfang an:
In diesem Transportkoffer aus durchscheinendem Kunststoff befinden sich:
- ein fertig aufgebautes Chassis
- ein Satz Reifen auf Felgen
- eine lackierte Karosserie
- diverse Anbauteilen (Stoßstangen,
Heckspoiler, Seitenschweller, Rückspiegel...)
- die dazu notwendigen Schrauben
- ein kleiner Schraubendreher
- ein Steckschlüssel für die Radmuttern
- die Autoantenne
- und ein Drehknopfsender.
Außerdem ist eine recht ausführliche Anleitung in Deutsch
und Englisch, eine schön bebilderte Liste mit Ersatzteilen,
Zubehör und Tuningteilen sowie ein Sonderdruck des amerikanischen
"Import Tuner Magazines" SUPER STREET beigelegt. In diesem kleinen Heft
findet man dann neben den "Vorbildern" im Maßstab 1:1 auch
Anleitungen zum Tuning der XMods mit einer Auflistung der
entsprechenden Teile und deren Anwendung.
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Es kann also losgehen:
- Alle Teile ausgepackt und übersichtlich
angeordnet
- Kleinteile (vor allem die Schräubchen) in
kleine Dosen oder Deckel gelegt
- das beigelegte Werkzeug zur Hand genommen
- und die Räder montiert
- die Hinterräder unterscheiden sich von
den Vorderrädern durch eine flache Stelle (dem Mitnehmer für
den Heckantrieb)
- die Radmuttern nicht zu fest anziehen, da
sonst die Felgen klemmen können
- Perfektionisten (und Vielfahrer) sollten die
Plastiklager bei dieser Gelegenheit gleich gegen Kugellager (gibt es
als Tuning Kit) tauschen.
Das Rolling Chassis ist damit fast fertig, es muss nur mehr die
Autoantenne auf der Elektronikplatine befestigt werden.
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Der Zusammenbau der Karosserie ist der nächste Schritt:
- die Motorhaube
- Front- und Heckschürzen
(Stoßfänger)
- Seitenschweller
- Heckflügel
- und Seitenspiegel
werden mit kleinen Schrauben befestigt. Dadurch sind "Mods" an der
Karosserie > nach dem Motto "Pimp my Ride" sehr einfach
möglich. Anregungen dazu, wie man aus dem Racer einen "Street
Racer" tuned, findet man im Super Street Magazine und in der Liste mit
den Tuningteilen.
Die fertig montierte Karosserie wird dann aufs Chassis geklipst und mit
einem kleinen Hebel verriegelt. Dieser sinnvolle Mechanismus
erleichtert auch das Abnehmen der Karosserie - und für den
Akkutausch ist das ja notwendig.
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Die Vorderachse |
Die Akkuhalterungen für je zwei Microzellen (AAA Alkalibatterien
oder Akkus gleicher Größe) können nach Lösen von
vier Schrauben am Chassis verschoben werden. Drei Positionen erlauben
eine gezielte Veränderung der Gewichtsverteilung und damit eine
Optimierung des Fahrverhaltens.
Weitere Möglichkeiten, das Fahrverhalten zu beeinflussen sind
durch Tuningsätze gegeben:
- Das Dämpfer und Federn Set enthält
Federn in drei verschiedenen Härten, Dämpfer und Spurstangen
zur Änderung der Vorspur an der Vorderachse
- Reifensets mit Moosgummireifen, Slicks und
Profilreifen sorgen für bessere Haftung auf Nadelfilz oder harten
Böden
- Motoren Sets gibt es mit den passenden Ritzeln
für Drift, Drag, Race oder Speed Einsatz
- und schließlich ist da noch den Allrad
Ausbausatz mit dem die Leistung noch besser auf die Straße
gebracht werden kann
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Das Fahrwerk selbst ist recht aufwändig gestaltet, verfügt
aber über ein paar ungewöhnliche Details.
Beide Achsen werden über innenliegende Stoßdämpfer
(eigentlich Federnträger) gefedert. Mit etwas Geschick kann man
durch zähflüssiges Dämpferöl auch eine
Dämpfung erreichen und sogar in gewissem Maße beeinflussen.
Die Vorderachsaufhängung besteht aus fixen unteren und beweglichen
oberen Querlenkern. Die oberen Querlenker betätigen über
Verlängerungen auch die innen liegenden Federn.
Die Hinterachse ist als Zweigelenk Pendelachse ausgeführt. Dadurch
werden zwar relativ starke Änderungen des Sturzes an der
Hinterachse in Kauf genommen. Das ist zwar nicht gerade das, was man
als Rennfahrwerk bezeichnen würde, macht sich in der Praxis aber
weniger störend bemerkbar, als ursprünglich erwartet.
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Die Hinterachse
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Der Sender ist eigentlich mit ungewöhnlich vielen
Einstellmöglichhkeiten versehen:
- Neben dem selbstverständlich vorhandenen
Ein-/Aus-Schalter mit Kontroll LED
- dem Drehknopf für die proportionale
Lenkung (wahlweise für Links- oder Rechtshänder zu montieren)
- und dem Abzugshebel für die
Geschwindigkeitsregelung
- findet man den Entriegelungsknopf zum
Zusammenklappen des Senders
- einen Drehregler für den Lenkeinschlag
(begrenzt den Ausschlag des Lenkservos)
- einen Umschalter für links- oder
rechtshändigen Betrieb (Servoreverse)
- einen Umschalter für die Geschwindigkeit
(Low oder High)
- und eine elektronische Trimmung für den
Geradeauslauf.
Der Regler hat eine automatische Brems-/Rückwärtsfunktion. Im
Stand funktioniert Vorwärts und Rückwärts ganz normal,
fährt das Auto aber vorwärts, wird durch Drücken des
Gashebels zuerst gebremst. Die Rückwärtsfunktion wird erst
nach Loslassen (in Neutralstellung) und nochmaligem Drücken
aktiviert.
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Fahrtest
Im heimischen Wohnzimmer (Parkettboden) und im Badezimmer (Fliesen)
musste der Nissan dann beweisen, dass gutes Aussehen nicht seine
einzige Stärke ist. Mit den Baukastenreifen, noch ohne
Kugellagersatz oder Allradantrieb fährt sich der XMods recht gut.
Der Wendekreis könnte zwar schon etwas kleiner sein, aber man kann
ja seine Rennstrecke auch an die Gegebenheiten des Fahrzeugs
angleichen. Oder man greift zum Lötkolben und baut den "Lenkungs Mod" (bestehend aus zwei Widerständen) ein - die Anleitung ist im
Internet leicht zu finden.
Die Geschwindigkeit ist für die meisten Räume auch mit dem
Motor aus dem Set völlig ausreichend. Und auch der Grip mit den
Standardreifen ist nicht schlecht. Mit den Slicks aus dem Tuning Set
kann man auf sauberem Untergrund noch etwas mehr aus dem Fahrzeug
herausholen, dann sollte man aber auch schon die Kugellager eingebaut
haben, die vor allem an der Vorderachse für merkbar genaueres
Lenkverhalten sorgen.
Wer seinen XMod auf Rennstrecken oder in großen Räumen "racen" will, der sollte auch an den Einbau eines Tuning Motors denken
und vielleicht auch den Allrad Ausbausatz in Betracht ziehen. Beim
Motortuning hat man neben der Speed-Variante ja auch die Drift-Version
zur Wahl - und das kann mit harten Reifen für unterhaltsame
Einlagen sorgen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, das Modell
an der Haftgrenze und in abenteuerlichen Driftwinkeln um einen
imaginären Kurs zu steuern - Anregungen dazu findet man bei
Anime-Serien wie "Initial D" oder auf speziellen Websites > einfach
Drift Racing im Google eingeben...
Etwas überraschend für mich sind - auch nach den ersten
Fahrversuchen - alle Anbauteile einschließlich Rückspiegel
noch dran und die Spuren durch "Berührung" von Kästen,
Sesselbeinen und ähnlichen Hindernissen halten sich sehr in
Grenzen. Der XMods Nissan 350Z schaut also immer noch sehr gut aus,
nicht zuletzt wegen der auffalenden Lackierung in metallic Orange.
Noch nicht erwähnt, aber nicht unwichtig:
Wer im Freundeskreis Interesse für RC-Cars und XMods wecken kann,
wird erfreut bemerken, dass durch den Tausch der Quarze in Sender und
Empfänger auch bis zu sechs XMods gleichzeitg und unabhängig
voneinander fahren können. Leider ist der Betrieb mit anderen
Sendern als dem mitgelieferten nicht möglich. Aber man kann eben
nicht alles haben!
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Fazit
Die XMods von Carson sind eine
"Einstiegsdroge" in das Hobby RC-Cars. Um wenig Geld bekommt man ein
wirklich gut aussehendes, voll funktionsfähiges ferngesteuertes
Modellauto im Maßstab 1:28. Wenn man mit ein paar Gleichgesinnten
dann noch das "Tuning Programm" festlegt, steht dem gemeinsamen
Spaß bei kleinen Rennen - oder auch bei Show Car Events - nichts
mehr im Wege. Das Testmodell und diverse Tuningteile wurden rc-web.at von
 >
Megastores:
Wien / Shopping-City Süd
Wien / Gewerbepark Stadlau
Graz / Euroshopping Center
Linz / Leonding
zur Verfügung gestellt. Die XMods und viele
Tuningteile sind in den Megastores oder Online erhältlich.
[psr 2005]
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