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WWS-Pro
1:24 schmal
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Der Herbst naht mit Riesenschritten - wer weiss, wie lange wir noch mit
(halbwegs) trockenem Wetter und brauchbaren Temperaturen rechnen
können? Und vor allem, wie die Wochenenden in dieser Hinsicht
werden?
Es wird also Zeit, sich auf die Hallensaison vorzubereiten. Und weil
selbst im Raum Wien nur sehr wenige Hallen für RC-Cars im
Maßstab 1:10 geeignet sind - und leider nur wenige Rennen
dafür ausgetragen werden, ist es ratsam, sich einen "kleinen
Flitzer" zuzulegen, wenn man in Übung bleiben will.
Genau richtig für dieses Training ist der Maßstab 1:24 - und
für diesen Testbericht ein Modell von WWS Racing, nämlich der
1:24 schmal.
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Hinter dieser einfachen Bezeichnung verbirgt sich ein sauber verpackter
Bausatz für ein kleines, schnelles RC-Car mit Heckantrieb.
In der ebenso einfachen weissen Schachtel findet man -
übersichtlich in Plastiksäckchen verpackt - alles, was man
zum Aufbau eines "Rolling Chassis" benötigt. Das heißt, es sind
Chassis, Reifen und Felgen, Motor und Karosserie enthalten.
Es liegt natürlich auch eine Bauanleitung bei und auch eine
umfangreiche Liste der Ersatzteile ist enthalten. Die Anleitung besteht
zwar nur aus wenigen Bildern und einer Explosionszeichnung, es darf
aber davon ausgegangen werden, dass ein Modell dieser Klasse nicht von
totalen Anfängern gebaut wird. Sollte das der Fall sein oder es
sonst zu Problemen kommen, steht die österreichische Vertretung (www.auldey.at) gerne mit Rat und Tat
zur Seite.
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Der erste Bauschritt ist der Zusammenbau der Motorhalterung und der
Einbau des mitgelieferten WWS-180 Motors. Für kleine
Kellerstrecken kann auch ein etwas schwächerer, und daher leichter
beherrschbarer FK-130 Motor eingebaut werden.
Die wichtigste Entscheidung in diesem Bauabschnitt ist die Festlegung
des Radstandes an Hand der gewählten Karosserie - sechs
verschiedene Modelle werden als Bausatz angeboten:
- Opel Calibra
- Sauber Mercedes
- Porsche 962
- McLaren F1GT
- Porsche GT1
- Opel V8 DTM
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An Hand der Zeichnungen muss nun der richtige Radstand - und damit die
Befestigung des Motorträgers am Chassis gefunden werden. Für
den von
uns gewählten Opel V8 ist die Variante 1 (= Mittelmotor mit kurzem
Radstand) die passende (wenn auch noch nicht in der Anleitung
angeführt). Daher war auch der erste Versuch - bedingt durch
falsches Lesen meinerseits (Calibra ist eben nicht V8 DTM) - ein
Fehlversuch, der lange Radstand mit Heckmotor, wie auch auf dem
nebenstehenden Bild passt nicht.
Eine kurze Kontrolle mit der Karosserie hat aber sofort gezeigt, dass
es so nicht passen kann. Die Korrektur lässt sich auch sehr
schnell erledigen. Der Umbau des Motorträgers und der oberen
Platte mit der Dämpferscheibe ist durch das Lösen weniger
Schrauben zu bewerkstelligen - und dann passt die Karosserie.
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Im nächste Schritt werden dann die seitlichen Stützen
montiert, die einerseits die obere Chassisplatte targen werden,
andererseits ein Teil der cleveren Akkuhalterung sind. Die obere Platte
reicht bis zur Vorderachse und macht aus dem Ganzen ein ziemlich
steifes Plattenchassis.
Die Akkuhalterung erlaubt durch Lösen eines Splints und
Hochklappen des linken Haltebügels einen schnellen Akkuwechsel,
gibt aber sichern Halt im Rennen - und zwar ohne Gefummel mit Klebeband
oder Gummiringen.
Nach dem Einbau der vorderen Drehachsen samt Achsschenkel sollte man
das Lenkservo - ein Micro Servo ist empfehlenswert - einbauen.
Doppelseitiges Klebeband reicht dazu völlig und verhindert im
Falle eines argen Crashes meist auch einen Getriebeschaden.
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Wer sich seiner Fahrweise nicht ganz sicher ist und auf Kursen mit
harten Banden fährt, sollte sicherheitshalber zu einem Micro Servo
mit Metallgetriebe greifen. Das ist zwar auch nicht unzerstörbar,
hält aber doch härtere Schläge aus als die Kunststoff
Zahnräder - für einen Servosaver ist nämlich - wie in
den meisten 1:24ern kein entsprechender Platz vorhanden.
Nach dem Einbau des Servos kann man dann ans Reifenkleben gehen. Wenn
man- wie ich - nicht gerne mit Superkleber hantiert, ist die Methode
Klebeband zu empfehlen :
- doppelseitiges Klebeband wird auf die Felge geklebt
- dann wird ein Stück der Schutzfolie abgezogen
- jetzt wird der Reifen aufgezogen und ausgerichtet
- und dann das Schutzpapier zwischen Reifen und Felge
herausgezogen.
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Als nächsten Schritt kann man dann an den Einbau der restlichen
Elektronik gehen, das Servo ist ja schon zwischen den beiden
Chassisplatten eingebaut.
Sinnvollerweise sollte man kleine Komponenten verwenden, ich habe einen
Robitronic
Micro-Speed Regler und einen Jamara Compa X4 Empfänger eingebaut.
Die Anschlüsse des Reglers wurden allerdings auf 2 mm Stecker und
Buchse getauscht, weil meine vorhandenen Akkus für die 1/24er
schon darauf umgerüstet waren.
Bei geschicktem Einbau bringt man auch kleine "normale" Empfänger
auf der Radioplatte unter - dann sollte man aber besser DTM-Karosserien
oder den VW Beetle verwenden. Bei GT-Karosserien wird sich das mit der
Bauhöhe nicht mehr gut ausgehen.
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Der Akku findet hinter dem Servo,
ebenfalls zwischen oberer und unterer Chassisplatte Platz. Von der
Konstruktion des Chassis her ist ein 6-zelliger Akku mit 270 mAh (NickelCadmium) oder 350 mAh
(NickelMetal Hydride) vorgesehen. Es
sollte aber kein Problem sein, auch Zellen anderer Größe
oder auch LiPos unterzubringen.
Die clevere Halterung - der linke Haltebügel wird mit nur
einem Splint festgehalten - erlaubt einen schnellen Akkuwechsel bei
trotzdem sicheren Halt. Die Fahrzeit liegt zwar mit einer Akkuladung
auch so schon deutlich über 10 Minuten, ein schneller Wechsel
sollte also nicht notwendig sein, aber man sieht auch an diesem Detail,
dass sich die Konstrukteure was überlegt haben.
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Der Fahrtest auf der Nadelfilzstrecke von BuK-Racing hat dann auch
keine großen Überraschungen gebracht. Der WWS liegt gut auf
der Straße, der Grip mit den mitgelieferten Moosgummireifen ist
wirklich
gut. Nur sollte man, wenn man den Topspeed halbwegs ausnützen UND
flott
um die Kurven kommen will, die Kanten der Reifen mit Schmirgelpapier
etwas abrunden, sonst neigt der kleine Flitzer zum "Ecken".
Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen - dass die 1:24er zwar nur
Heckantrieb haben, aber trotzdem schneller und wendiger als ihre etwas
kleineren "Brüder" im Maßstab 1:27 sind, dürfte ja
bekannt sein. Daher
macht es auch wenig Sinn, diese Rennmodelle auf Parkettboden im
Vorzimmer zu bewegen. Es sind zwar mehrere Ritzel beigelegt, aber
selbst mit einem 130er Motor sind immer noch zu hohe Geschwindigkeiten
zu erreichen. Also besser wirklich eine Rennstrecke für Micros
suchen -
und dort wirklich Spaß haben!
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RC-Modell im Maßstab 1:24
Komplettbaukasten mit klarer Lexankarosserie
Motor FK-180, Reifen und Felgen beiliegend
WWS 1:24 schmal: ca. € 92,-
Kugellagersatz dazu (Mikrolager) € 49,-
benötigt werden:
Fernsteuerung mit kleinem oder Micro-Empfänger
Micro-Regler
Akkupack 7,2 V/270 oder 350 mAh
Lexanlack für die Karosserie
Fazit:
Wer auch im Winter nicht aus der Übung kommen will oder wer
einfach gerne schnell (Modell)auto fährt, ist mit dem WWS-Pro
wirklich gut bedient. Ein schneller, kleiner Flitzer, der zwar etwas
Übung erfordert, will man das Potential auch wirklich
ausschöpfen. Sollte man aber nicht über eine kleine
Hallenstrecke verfügen, kann - mit einem 130er Motor - auch ein
größeres Wohnzimmer, der Bastelkeller, die Garage oder auch
das Büro (natürlich nur am Wochenende) zur Rennstrecke werden.
Das Testmodell wurde uns von

www.auldey.at zur
Verfügung gestellt.
[psr 2005]
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