RC10 Restaurierung

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RC10 Restaurierung

Beitragvon flurmaster » 2. August 2019, 10:34

Hallo Leute!

Wie versprochen gibt es ein kleines Update zu meiner Errungenschaft aus den U.S.A.
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Der Verkäufer hat das Auto für seinen Nachbar verkauft, welcher umzieht, somit war die Artikelbeschreibung eher laienhaft aber wie sich herausgestellt hat, war der Wagen in besserem Zustand als erwartet.
Weiters hat der nette Herr einiges an Zubehör nicht erwähnt, was die "Zeitkapsel" noch interessanter macht. :)
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Der Karton mit der damaligen Produktionsadresse unten rechts.
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Die zeitgemäße Lackierung auf einem frühen "Protech-Body" soll erhalten bleiben und wird im Zuge der Restauration ausgebessert.
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Im Vergleich zu heutigen Fahrzeugen wirkt der RC10 regelrecht filigran und gleichzeitig klobig. Der als "Rheosthat" vermarktete mechanische Geschwindigkeitsregler riecht auch so gut wie er aussieht. :D
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Die Knüppelanlage war in der Annonce erwähnt, auf dem Empfänger sind Sticker die auf einen Einsatz in einem Flugzeug verweisen (Aileron, Flaps, etc...)
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Das Ladegerät mit mechanischem Timer, proudly made in USA... :cool:
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Die Akkus mit einer unglaublichen Kapazität von 1200 maH :eek:
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Die Kyosho Funke war in der Annonce nicht erwähnt, und würde perfekt zum Auto passen, allerdings ist sie durch die 75 mHz in Österreich nicht zugelassen. Frage an dieser Stelle: kann man beim Fernmeldeamt um eine Einzelgenehmigung ansuchen? Gibts in diesem Forum evtl. jemanden, der mit sowas schon Erfahrung hat?
Für alle Fälle ist aber schon eine 27mHz Futaba Megatech Junior am Start.
Dann gehts auch schon ans Zerlegen:
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Die Chromfelgen( viel Chrom ist da ja nicht mehr ;) )und die Moosgummireifen waren Zubehörteile. Man könnte annehmen, dass der RC10 seine letzten Einsätze onroad erlebt hat.
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Kein Slipper, sondern das Kugeldiff sitzt hinter den Druckscheiben, man kann sich vorstellen wie wartungsbedürftig das Auto bei staubigen Renntagen ist. :rolleyes:
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Associated hat damals noch Motoren in den Kits mitgeliefert, als "Stock Racing" (wahrscheinlich) noch tatsächlich "Stock" war. Ich habe in Erfahrung gebracht, dass der Motor 27Turns haben soll, kann das jemand verifizieren?
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Schön zu sehen: das als 6-Gear bekannte Getriebe mit doppelseitigem Antriebsstrang und dem Differential oben statt unten. Wer eine halbwegse Ahnung von rotierenden Massen und Energieverlusten hat, kann sich vorstellen, warum sich die Variante nicht durchgesetzt hat.


Erfreulicherweise hat der Vorbesitzer alle "Oilite"-Gleitlager bereits durch Kugellager ersetzt. Nachdem ich das Fahrzeug ja schlussendlich auch bewegen möchte, freut mich diese Tatsache.
So sehr ich dieses Projekt auch authentisch halten will, habe ich mich entschlossen den mechanischen Regler durch einen elektronischen zu ersetzen.


Falls Ihr wollt, halte ich euch gerne über meine Fortschritte am laufenden.

Gruß aus Villach ( wo diese Woche Kirchtag ist :cool: :D )
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon paul » 2. August 2019, 12:30

Schönes "Fundstück" und toller Bericht! :)

Von einer Einzelgenehmigung der 75 MHz-Anlage würde ich abraten > man soll keine schlafenden Löwen wecken :rolleyes:

So viel ich weiß, hat es auch "Experimente" mit Moosgummi auf den "Lehm-Autobahnen" der Rennstrecken in American Style gegeben, aber Onroad ist auch nicht ausgeschlossen … :)

Und zu den "kritischen Bemerkungen" möchte ich schon anmerken, dass der RC10 der eigentliche Urvater der Rennbuggies mit E-Antrieb war > Differential war damals bei den anderen Modellen eher selten, ebenso waren ölgefüllte Dämpfer nicht selbstverständlich und 1200 mAh waren "State of the Art" (ob man's glaubt oder nicht) ;)

Einzig der mechanische Regler war - aus europäischer Sicht - nicht mehr ganz Zeit gemäß > aber Amerika war da "etwas anders" bzw. war Europa in puncto Elektronik damals weiter :D

Und natürlich wollen wir (jedenfalls ich!) wissen, wie es weitergeht! :cool:
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon flurmaster » 10. August 2019, 19:20

Hallo Leute!

Wie gewünscht berichte ich euch wie es mit dem Urahn der heutigen Offroader vorangeht.
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Nach dem Waschen in mildester Soda-Seifenlauge sieht das Auto schon vieeel besser aus.

In der Zwischenzeit haben mich auch die "Beipackzettel" erreicht, der Verkäufer hatte vergessen, sie in das Paket mitzugeben. Nach kurzer Rücksprache hat er mir sie kurzerhand per Luftpost nachgereicht. So erfreulich können Online-Deals auch laufen. :cool:
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Die Bauanleitung enthält neben guten Detailfotos auch jede Menge Text, Explosionszeichnungen waren wohl noch nicht Standard. Teilweise ist der Text auch nett an den Leser adressiert, so heißt es nach dem Abschnitt zum Lackieren der Karosserie : YOU DID FANTASTIC :) wirklich sehr nett und förderlich für das Selbstbewusstsein.
Ein paar Ausschnitte aus dem Zubehör-Katalog:
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Der Kugellagersatz schlägt mit 80 Dollar zu Buche! :eek: wenn man bedenkt dass der gesamte Bausatz sich preislich um die 200 Dollar bewegt hat, erhält das Wort "Option part" eine völlige neue Bedeutung.
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Das Bestellformular für das VHS-Video "The Winning Edge", mittlerweile auch auf Youtube verfügbar.
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Die Anleitungen für die leider unbenutzbaren Fernsteuerungen, bei der Kyosho lässt sich das Lenkrad für Linkshänder umbauen, wenn man bedenkt dass das Pulsar-System ein Einstiegs/Mittelklasse-Modell war, ist das ein nicht selbstverständliches Feature.
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Nach dem Entfernen der querliegenden Akkuhalterung kann es mit den Stoßdämpfern losgehen.
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Hier werden Dichtungen und Distanzen mit einem Miniatur-Wellensicherungsring an Ort und Stelle gehalten.
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Das Innenleben sieht bei vielen modernen Stoßdämpfern nicht anders aus.
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Neue Dichtungen hinein, füllen und montieren.
Den Adleraugen mancher Leser bleibt nicht verborgen, dass ich die hinteren Stoßdämpfer durch Umordnen einiger Distanzen in eine aufrechtere Position gebracht habe. Damit wird der "Schräglauf" der Kolbenstange minimiert und die Standzeit der Dichtungen erhöht sich maßgeblich.
Die Getriebebox wurde ebenso zerlegt, gereinigt und wieder eingesetzt.
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Das Hauptzahnrad mit 32dp wurde durch eins mit 48dp ersetzt. (von der Wiederauflage)
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Der Staub der letzten 20? Jahre :D die Experten werden schon erraten, von welchem Hersteller der elektronische Drehzahlsteller ist. :cool: Ein längeres Kabel zum Empfänger und eine Grundreinigung braucht der Kollege in Orange.
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Eigentlich ist der Tempest ja um 10 Jahre zu "jung", aber Novak und AE passen einfach super zusammen.
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Der Motor wurde auch überholt in der Zwischenzeit, leider ist der Stock-Motor nicht ganz demontierbar. Auf das Reinigen des Kollektors wird hier also leider verzichtet. Frisches Öl für die Lager und neue Kabel müssen fürs erste reichen.
So sieht das Ding schon fast wieder aus wie ein Auto. :)
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Die kombinierte Akku-Servohalterung in Grün ist ein Prototyp aus dem 3D-Drucker und kommt später auch noch in "naturweiß".
Die Karosserie sieht nach einer Wäsche und mit ausgebesserten Farben auch besser aus. Den blauen Farbeinschluss am Dach hat der Vorbesitzer zu verantworten, aber wie heißt es in der Anleitung? YOU DID FANTASTIC :D
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Last but not least habe ich mich dazu entschlossen die chrombeschichteten Felgen zu überarbeiten. Ich habe zwar den kompletten Satz vom Re-Release und den wiederaufgelegten Pro-Line Reifensatz dazu, aber ich will keine OVP öffnen wenn ich mit gebrauchtem Bestand arbeiten kann. Drückt mir die Daumen, dass das Acetonbad nicht mehr auflöst als die Chrombedampfung. ;)
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Sobald die AM-Quarze da sind hoffe ich meine Megatech Junior endlich einsetzen zu können. Hier wiederum eine Frage an die Zeitzeugen: bin ich richtig in der Annahme, dass es verschiedene Quarze für AM und für FM gegeben hat?
Mein Versuch die Megatech Junior mit den FM-Quarzen in Betrieb zu nehmen war nämlich erfolglos.
Vielleicht findet sich unter den Lesern ja jemand der mir bestätigen kann dass meine Megatech Junior von Futaba eine 27mHz AM Anlage ist? Meine hat einen Ring am Gasabzugshebel, es sollte sich also um das jüngste Modell handeln, mit 40mhZ hat es die aber nie gegeben, oder doch?? :confused:
Für alle Fälle mal ein Foto vom Freigabesticker aus Deutschland, vielleicht findet sich hier jemand der mir dazu etwas sagen kann.
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Vielen Dank im Voraus und ein schönes Wochenende!!
LG
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon paul » 10. August 2019, 19:40

Ich bin mir zwar auch nicht sicher, aber es dürfte sich tatsächlich um eine 27 MHz AM-Anlage handeln :rolleyes:

Und ja, es gibt verschiedene Quarze für AM und FM (da gibt es zusätzlich noch Unterschiede zwischen den Herstellern) - eventuell sollten auch Quarze für 27 MHz AM CB-Funk funktionieren

Die Restaurierung schaut übrigens wirklich toll aus! :)
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon waweiss » 11. August 2019, 21:26

Ich hatte mal eine MegaTech Junior mit 40Mhz AM
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon flurmaster » 23. August 2019, 10:20

Hallo Leute!

Lange hat es gedauert, aber jetzt ist der RC10 zu 99% fertig. Eigentlich fehlt nur noch die Deko/Lackierung vom Spoiler, aber da hat mich bis jetzt noch kein Design wirklich angesprochen. Natürlich bin ich auch für euren Input offen. :)
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Bis ich mich zu einem Design entschieden habe, bleibt der Spoiler "neutral".
Die Jconcepts-Felgen mit Reifen stehen dem alten Herrn gut.
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Die hinteren Reifen mit dem etwas ausgefallenen Innendurchmesser sind leider momentan nirgends verfügbar. Also die perfekte Gelegenheit um den steinharten Moosgummi-Reifen ein zweites Leben zu schenken. Ein Paar Proline Stunners, die am Short Course ausgedient haben spenden die Lauffläche. Dem Perfektionisten und auch dem Rennfahrer in mir ist diese Lösung nicht ganz recht, aber solange die originalen Reifen nicht verfügbar sind ist das die beste Lösung. Für ein paar Concourse d' Elegance - Runden auf der Heimstrecke sollte das schon funktionieren.
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Ein großes Dankeschön an alle die mich bei dem Thema Fernsteuerung unterstützt haben!
Mittlerweile kann ich folgendes mit Sicherheit sagen:

Die Megatech Junior ist eine 40 mHz AM Anlage (spezielles Dankeschön an waweiss)
Sie funktioniert auch mit einem 3S Lipo :cool: auf 8 AA-Zellen im Sender kann man heute getrost verzichten.
FM und AM Quarze lassen sich NICHT mischen.
Last but not least: auch der alte FP-148 Standard-Analog-Servo und der Novak Tempest vertragen sich mit moderner Akkutechnik.
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Vielen Dank fürs Durchlesen! :)

PS: vielleicht hat ja einer der Zeitzeugen aus dieser Epoche des Modellrennsports noch ein paar Fotos, die er dazu posten möchte.
Etwas Offtopic: wenn wir schon bei dem Thema sind, gibt es irgendwo in den privaten Archiven Berichte zu den Modellrennen in Pörtschach? Ich bilde mir ein mal gelesen zu haben, das in den 80/90' er Jahren richtig was los war in dem Eck von Kärnten...

Schönen Start ins Wochenende!
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon Gartenzwerg » 23. August 2019, 12:07

Sehr hübsch geworden, Gratulation!

Ich würde den Spoiler ja vielleicht Schwarz machen, mit blauen Seitenteilen?
Die Frage ist halt, wie gut man den Blauton der Karo trifft?
mfg,
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon paul » 23. August 2019, 14:08

@ Offtopic Pörtschach :rolleyes:

Da die Modellsportwochen in Pörtschach lange vor Internet und Digitalphotos stattgefunden haben (1985 bis 1993), gibt es zwar Fotos, Videos und auch Berichte – aber halt nur analog (abgesehen von einigen wenigen Digitalisierungen) bzw. in 'mündlicher Übrlieferung' > ja, es gibt noch Menschen, die sich daran erinnern können ;)

Ich werde einmal in meinem Archiv stöbern und schauen, was sich da findet … :)
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Re: RC10 Restaurierung

Beitragvon paul » 23. August 2019, 15:26

Ist schneller gegangen, als erwartet > aber so viele Assos auf einem Bild muss ich gleich einmal zeigen … :)

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… Modellsportwochen Pörtschach 1990 - Buggy 2WD - und neben Asso RC10 sind auch Schumacher Cougar und Kyosho Ultima auf diesem Bild ;)
have fun,
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