XRay T4'16 Luxury Electric Touring Car

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XRay T4'16 Luxury Electric Touring Car

Beitragvon paul » 19. Dezember 2015, 01:13

Es geht immer noch besser!

Der neue Tourenwagen von XRay - der T4'16 - wurde uns vom XRay-Shop.at zur Verfügung gestellt und wird voraussichtlich in der kommenden Saison, wie sein Vorgänger, in den Ergebnislisten ganz oben zu finden sein.
Wir wollten uns ansehen, was sich gegenüber dem T4'15 geändert hat!

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Auf der gewohnt schönen Schachtel finden sich neben der Jahreszahl für die aktuelle Version 2016 auch bereits die ersten Hinweise, wie ARS 2-in-1.

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Im Inneren sind dann, ebenfalls wie gewohnt, die sehr gute Bauanleitung im Format A4 (eigentlich schon fast ein Buch), die Besitzurkunde für das "Luxury Touring Car" enthalten. Die Bauteile sind in Beuteln eingeschweißt, nach Bauabschnitt numeriert und mit einem Kärtschen versehen, das über den Namen der Verpackerin Auskunft gibt. Sollte doch einmal ein Bauteil fehlen (ist mir bei XRay allerdings noch nie passiert!), könnte man also den Namen melden … ich würde es aber nicht tun, da es eigentlich nur um die Nachlieferung geht (und doch niemanden Schwierigkeiten bereiten sollte). Abgesehen davon, dass ich die Kärtchen ja nicht sammle oder bis zum fertigen Modell dem jeweiligen Beutelchen zuordne. ;-)

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Natürlich liegt auch die Explosionszeichnung mit der Teileliste auf der Rückseite bei, die beim Ersatzteilkauf sehr hilfreich ist, da nach Teilenummer viel schneller der fragliche Teil gefunden wird. Über den Shop lässt sich auch schnell herausfinden, was der Teil kostet und ob er kurzfristig lieferbar ist.

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Auch in dieser Bauanleitung wird neben der Versiegelung der Kanten aller Carbonteile auch die Behandlung der Senklöcher im Chassis mit Superkleber empfohlen. Ein wenig mehr Aufwand, der sich aber durch längere Haltbarkeit bezahlt machen solte.

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Gleich im ersten Bauabschnitt findet man eine nochmals verbesserte Motorhalterung, die durch die neue, mehrteilige Konstruktion noch zentraler montiert wird und so den Flex noch weniger beeinfusst, gut zu sehen am kleinen Spalt zwischen Chassis und Motorhalterung. Durch die geänderte Halterung für den Motorträger vorne kann zusätzlich die Steifigkeit des Chassis beeinflusst werden.

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Die Halterungen für die Differentiale und für das Mittelgetriebe wurden optimiert, damit der Schwerpunkt noch weiter gesenkt werden konnte und noch etwas mehr Einstellmöglichkeiten gegeben sind.

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Im Abschnitt zur Hinterradaufhängung die nächste Änderung und die Erklärung für ARS. Es steht für Active Rear Suspension, das man mit mitlenkender Hinterachse übersetzen könnte - ein System, das auch im Fahrzeugbau der 1:1 Modelle verwendet wird. Kurz gesagt, kann damit die Vorspur beim Bremsen und Beschleunigen variiert werden und bietet somit Wettbewerbsfahrern eine weitere Möglichkeit zum Feintuning und zur optimalen Anpassung des Fahrverhaltens.

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An der Vorderachse fallen vorerst keine auffälligen Änderungen auf, allerdings werden auch hier jetzt die gleichen Halterungen für die oberen Querlenker verwendet, wie an der Hinterachse. Und auch an der Vorderachse sind die Differentialhalterungen leichter und flacher geworden.

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Neu ist die Aufnahme für den Stabilisator, der mit einem kleinen Adapter gehalten wird und kugellagert ist. Damit ist er noch leichtgängiger und jedenfalls spielfrei gelagert.

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Das gleiche System wird auch an der Vorderachse verwendet. Die kleinen Adapter sind mit Stellschrauben versehen, die Stabilisatoren unterschiedlicher Durchmesser (und Steifigkeit) aufnehmen.

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Nach dem Zusammenbau des Chassis und der Aufhängungen geht es an den Einbau der Elektronik. In unserem Fall kommt neben dem Fernsteuer Set von Sanwa (Sender MT-4 und Empfänger RX-461) eine brushless Combo von SkyRC (Regler Toro TS120 Competition und Motor Ares pro 17.5T) zum Einsatz. Das digitale Low Profile Servo stammt von XQ Power (XQ-S3008D).

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Die Servohalterung ist - wie bei vielen Wettbewerbsmodellen - "tweak free" ausgeführt, also in der Mittellinie des Chassis mit 3 Schrauben befestigt. Mit einem optionalen Tuningteil kann die voll kugelgelagerte Lenkung in der Steifigkeit verändert und damit die Aggresivität der Lenkung an die Streckenverhältnisse noch besser angepasst werden.

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Eine kleine, aber feine Änderung am tiefergelegten Topdeck ist der Ausschnitt, der den Zugang zum Inbus des Ritzels wesentlich erleichtert. Kleine Änderung, große Wirkung! Zeigt aber auch die Liebe zum Detail!

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Für die endgültige Fertiggstellung sind dann noch Reifen (je nach Reglement oder Vorliebe) und eine Karosserie (für die Ähnliches gilt) notwendig.
Da die Hallensaison demnächst beginnt wurden Sweep 28er Hallenreifen montiert und als Karosserie eine neue MonTech Evo besorgt und "typisch" lackiert.

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Die genannten Komponenten passen locker ins Chassis, das übrigens noch etwas schmäler geworden und jetzt nur mehr 86 mm breit ist. Die übliche Anordnung mit Servo, Empfänger, Regler und Motor auf der linken und dem Akku auf der rechten Seite des Chassis gibt eine gut ausgewogene Gewichtsverteilung.

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Hier noch die Ansichten des fahrbereiten Chassis von der Vorder- und der Rückseite. In beiden Fällen sind die sehr flachen Dämpferbrücken und die völlig überarbeiteten SLP Dämpfer gut zu sehen. SLP steht dabei für Super Low Profile und damit tieferen Schwerpunkt, wodurch weniger Seitenneigung und damit exaktere Reaktionen auf Lenkbefehle erreicht werden.

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In der Seitenansicht ist das niedrige Profil des XRay T4'16 nochmals gut zu sehen. Das Oberdeck ist gerade so hoch, dass ein Low Profile Servo mit etwas Spiel über dem Chassis zu liegen kommt. Gut zu erkennen ist diese tiefe Position des Oberdecks (und eigentlich des Gesamtschwerpunkts) auch am Abstand des oberen Riemens.

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Nochmals der Blick auf das rennbereite Chassis, es fehlt nur noch das Akkuband zur Befestung des 2s Hardcase Akkus im Chassis. Als Tuningteil ist übrigens eine tolle Akkuhalterung mit Justagemöglichkeit erhältlich.

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Jetzt braucht nur mehr der nächste Renntermin kommen! Dann kann der XRay T4'16 - hoffentlich trotz meiner Fahrkünste(?) - zeigen, was in ihm steckt!
(cc) 2015, paul
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