ThunderTiger KT-8 – 1/8 Racing Kart mit Elektroantrieb

Interessante RC Produkte unter die Lupe genommen

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ThunderTiger KT-8 – 1/8 Racing Kart mit Elektroantrieb

Beitragvon paul » 27. November 2010, 00:17

Viel Spaß um wenig Geld!

ThunderTiger hat wieder einmal was Neues auf den Markt gebracht
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wobei so ganz neu ist es eigentlich gar nicht, allerdings dürfte ThunderTiger mit dem E-Kart KT-8 deutlich erfolgreicher sein als die Vorgänger/Versuche anderer Anbieter.

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Das mag am Elektroantrieb liegen, der in unserer Zeit voll im Trend liegt > siehe Umweltschutz und Klimawandel. Nicht dass ich an großartige Auswirkungen auf die CO2–Bilanz glaube, wenn man bei Modellautos auf Verbennungsmotoren (und das Geräusch davon) verzichtet – ein kleiner Beitrag (zumindest in punkto Vorbildwirkung) ist es aber doch.

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Es könnte aber auch an der Größe liegen, die Karts sind im Maßstab 1:8 und damit sehr handlich und im Größenvergleich den beliebten Tourenwagen im Maßstab 1:10 sehr ähnlich. Das fertig zusammen gebaute Racing Kart ist rund 26 cm lang und nicht ganz 20 cm breit. Damit sind sie sowohl für Onroad Strecken im Freien als auch Teppichkurse in Hallen geeignet.

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Der Zusammenbau geht recht flott voran, jedenfalls wenn man nicht sein erstes RC-Car baut. Aber selbst dann ist die Bauanleitung durch die Zeichnungen der einzelnen Bauabschnitte leicht verständlich. Zum schnellen Baufortschritt tragen auch die nach Baustufen in einzelne Plastiksäckchen verpackten Teile bei.

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Und so steht sehr bald das fertige RC-Kart vor dem – zu Recht – stolzen Erbauer. Sollte es doch am Hobby Modellbau Interessierte geben, die sich mehr dem Rennen fahren (und Trainieren!) widmen wollen, das KT-8 wird auch als RTR–Set angeboten. Zu Umfang und Richtpreis der verschiedenen Sets komme ich noch am Ende des Testberichts.

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Damit wäre also die erste Hürde – die eigentlich gar keine ist – genommen. Schon alleine das Wissen, wie das Modell aufgebaut ist, kann im Falle einer Reparatur sehr hilfreich sein. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich immer gerne weiß, wie etwas funktioniert!

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Die Aufhängung der Vorderachse erinnert an 1/12 Modelle oder GTs im Maßstab 1/10 – mit dem kleinen Unterschied, dass die Federung beim Kart (wie beim Original) nur über die Flexibilität der Bodenplatte erreicht wird.

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Ein ähnliches Bild bietet sich an der Hinterachse. Hier wird aber (anders als beim Vorbild in 1:1) ein Differential verwendet. Genauer ein Kegelrad Differential, das durch Füllung mit verschieden zähem Silikonöl mehr oder weniger gesperrt werden kann. Leider gibt die Anleitung keinen Anhaltspunkt dazu, welche Viskosität man hier verwenden sollte. Und es liegt dem Baukasten auch kein "Probefläschchen" bei – daher wurde im Testmodell für die ersten Fahrversuche (ein Rest von) WT 5000 Difföl probiert.

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In unser Testmodell – eben einem Kit (ohne Elektronik) – wurde nach dem Zusammenbau des Chassis ein Brushless Set der Baugröße 370 eingebaut. Der Regler findet locker neben dem Fahrersitz Platz. Der Empfänger (ein kleiner ACE 2.4 GHz von ThunderTiger) hat genug Raum auf der anderen Seite der Sitzschale. Davor und damit unter den Beinen der Fahrerfigur ist das Lenkservo eingebaut. Die Größe des Servos spielt dabei keine große Rolle – das Problem liegt eher beim ServoSaver aus dem Baukasten, der nur für bestimmte Micro–Servos passt.

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Mit dem Bemalen der Fahrerfigur – das einheitliche Grau hat mir nicht so richtig gefallen – war das E-Kart dann startbereit. Halt! Da hab ich doch glatt vergessen, den Akku zu erwähnen: Unter Motor und Getriebe sitzt die Akkubox mit einem von unten zugänglichen Deckel. Von der Größe her passen 6-zellige Stickpacks (wie sie auch für die 1/8 Bikes und als Empfängerpacks verwendet werden), aber auch 2s Lipos bis etwa 1600 mAh (Größe etwa 37 x 90 mm).

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Beim Onroad FCA hat sich die neue Klasse E-Kart 1/8 jedenfalls schon bestens eingeführt, wie das Bild vom Rennen beim RC Parndorf zeigt.

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Dem aufmerksamen Betrachter wird dabei nicht entgangen sein, dass auch andere Teilnehmer mit dem "einheitsgrauen Fahrer" nicht ganz glücklich waren und andere Fahrerfiguren zum Einsatz bringen. Ein weiteres Zeichen, dass in dieser Rennklasse der Spaß am Hobby nicht zu kurz kommt. Es muss auch neidlos anerkannt werden, dass gerade die "Lady Driver" – trotz ihrer leichen Bekleidung (oder gerade deswegen?) immer an der Spitze der Ergebnisliste zu finden ist. Aber auch hier gilt "hinter jeder guten Frau steht ein starker Mann" (am Sender). ;)

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Bei den unvermeidlichen Zweikämpfen, schließlich geht es auch beim Fun Cup um den Sieg – wenn auch in freundschaftlicher Atmosphäre! – kann es dann auch den einen oder anderen Ausritt geben. Der endet aber im schlimmsten Fall im Gras neben der Strecke – wo ein freundlicher Streckenposten meist schnell wieder zurück auf die Fahrbahn hilft. Und schon kann es wieder weitergehen.

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Natürlich wird auch bei den Karts nach Verbesserungen gesucht. Die häufigsten Tuning Maßnahmen sind bisher der Austausch des Micro Servos aus dem Baukasten gegen ein etwas kräftigeres Lenkservo und der Ersatz der Hohlkammerreifen durch Moosgummis aus dem Bereich 1/12 oder Formel 1 Vorderäder mit kleinem Durchmesser.

ThunderTiger hat mit dem Racing Kart KT-8 also ein wirklich gutes Modell für Einsteiger und Hobbyfahrer auf den Markt gebracht. Klar, dass man etwas Übung braucht, wenn man 4WD gewohnt ist – so einfach ist ein Modell mit Heckantrieb auch wieder nicht zu fahren. Aber mit etwas Übung lässt sich das Kart verblüffend einfach und doch sehr flott um den Kurs pilotieren.

Verblüffend auch der Preis, gibt es doch den Baukasten (ohne Elektronik) in grau, orange oder gelb bereits unter € 60,-. Für Hobbyfahrer ein äußerst interessantes Angebot, denn Fernsteuerung und Lenkservo sind doch oft schon vorhanden und ein passendes Brushless Set lässt sich auch sehr günstig auftreiben.
Das RTR-Modell wird komplett mit Brushless Set und 2,4 GHz Fernsteuerung um rund € 160,- verkauft und für rund € 180,- bekommt man zum RTR-Set auch noch einen Akku plus Ladegerät dazu.
psr 2010
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