ThunderTiger Phoenix XT 2,4 GHz Brushless RTR

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ThunderTiger Phoenix XT 2,4 GHz Brushless RTR

Beitragvon paul » 8. Februar 2010, 20:17

Brushless Truck als Komplett-Paket


ist ein neuer Sponsor von rc-web.at und hat sich auch gleich mit einem Testmodell eingestellt.

Der Phoenix XT - ein Stadium Truck im Maßsstab 1:10 - kommt in einer sehr kompakten Box - und mit vielen positiven Überraschungen. Sogar dann, wenn man den Text und die Symbole auf der Schachtel genauer studiert hat. Aber davon wird gleich die Rede sein!

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Nach dem Öffnen der Schachtel schaut alles noch völlig normal aus. Eine bereits fertig lackierte - bzw. von innen bedruckte - Karosserie ist ja nichts Ungewöhnliches mehr. Trotzdem ist es eine feine Sache, vor allem, wenn man nicht besonders gerne zu Spraydose oder Airbrush greift - weil man weiß, dass die "Pracht" im Rennbetrieb von begrenzter Dauer ist.

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Beim etwas genaueren Hinsehen fallen dann schon die cleveren Kabelbinder auf, die den Phoenix in der Box fixieren helfen und die zur wiederverschließbaren Sorte gehören - und die kann ein Modellbauer immer brauchen.

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So aus der Umklammerung - und von der Karosserie - befreit steht der Truck dann auf den Reifen. Die sind natürlich bereits mit Einlagen versehen und fertig verklebt. Schon wieder ein Vorteil - denn Reifenkleben dürfte - nicht nur bei mir - nicht auf der Hitliste der kleinen Tätigkeiten beim Fertigstellen eines Modellautos stehen.

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Bei der verwendeten Elektronik muss man wirklich genauer hinschauen, denn der Brushless Regler mit dem rot eloxierten Kühlkörper ist überraschend klein. Es handelt sich dabei um die Car-Version eines 40 A Brushless Reglers, der unter dem Namen ACE RC von ThunderTiger hergestellt wird. Und der 2,4 GHz-Empfänger ist auch wirklich klein geraten.

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Jedenfalls schaut der Einbau im Chassis recht aufgeräumt aus. Das Wannenchassis hat neben dem längs angeordneten Akkuschacht nach oben angewinkelte Seitenteile, die zusätzliche Steifigkeit bringen und auch verhindern, dass in schnell gefahrenen Kurven das Chassis am Boden streift.

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Ein weiteres nettes Detail fällt dann am Motor auf. Nein, die drei Anschlüsse - schließlich ist es ja ein Brushless Set, das hier eingebaut ist -, sind nicht gemeint. Es ist die Abdeckung der Anschlüsse, die den Motor und das sonst frei liegende Motorlager gegen Staub schützt. Richtige Wasserdurchfahrten sollte man aber trotzdem besser vermeiden.

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Sowohl an der Vorderachse, wie auch an der Hinterachse sind ölgefüllte Stoßdämpfer mit Alugehäuse verbaut. Wie in dieser Klasse üblich wird die Bodenfreiheit mit Steckclipsen justiert, damit ist auch sichergestellt, dass links und rechts die gleiche Vorspannung eingestellt ist.
Eine Überprüfung der bereits gefüllten Dämpfer kann aber nichts schaden, auch wenn - wie beim Testmodell - alles in Ordnung ist. Etwas Luft oder eine undichte Verschraubung kann schon einmal vorkommen, lässt sich aber leicht beheben.

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Nächste erfreuliche Überraschung - der Sender der Fernsteuerung. Dass der Phoenix XT mit einer FHSS 2,4 GHz Anlage ausgeliefert wird, steht auf der Schachtel und im Prospekt bzw. Katalog. Auch die kurze, klappbare Stummelantenne ist ein deutlicher Hinweis darauf. Trotzdem freut man sich über die gute Ausstattung dieses Sets - und dem Wegfall des Problems von Funkstörungen, weil der Kanal bereits in Verwendung ist. Schon beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass keine Batterien für den Sender beiliegen. Das könnte am Abend vor der geplanten ersten Sonntagsfahrt dann zu "Problemen" führen, wenn man keine Reserven zu Hause hat.

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Zum Ausprobieren und Einstellen vor der ersten Fahrt sollte man also 8 Mignon Batterien (oder geladene Akkus der Größe AA) und einen geladenen Fahrakku (6-zelliger NiMH oder besser 2s LiPo) zur Hand haben. Dann kann man im ersten Schritt den Empfänger und den Sender aufeinander "abstimmen" > der BIND Knopf befindet sich auf der Rückseite des Senders, die wenigen Handgriffe dazu sind in der beiliegenden deutschen Anleitung beschrieben:
- BIND Knopf am Sender gedrückt halten und Sender einschalten
- Knopf loslassen > LED am Sender blinkt schnell
- BIND Knopf am Empfänger gedrückt halten und einschalten
- Knopf auch hier loslassen > LED leuchtet rot
- wenn die LED am Sender auf langsam Blinken umschaltet und die LED am Empfänger grün leuchtet ist der Prozess abgeschlossen > Empfänger und Sender abschalten
- nach dem wieder Einschalten funktioniert die Anlage dann ganz normal und der Empfänger ist mit diesem einen Sender "gematched".
Auch auf der Rückseite zu finden sind die dreinen kleinen DIP-Schalter für Servo-Reverse aller Kanäle.

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Man kann sich also den Einstellmöglichkeiten auf der Vorderseite zuwenden:
- Anzeige der Batteriespannung mit 3 LEDs
- Wegbegrenzung für links/rechts durch Daumenrad am Griff bzw. Gas/Bremse mit getrennten Drehreglern am Gehäuse links oben
- Trimmung für beide Kanäle (Lenkung und Gas/Bremse/rückwärts)
- Schalter für den dritten Kanal (für eine Zusatzfunktion wie Licht)

Zusätzlich sind aber noch eine Ladebuchse (falls Akkus verwendet werden) und eine Einstellschraube für den Widerstand des Lenkrades vorhanden.

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Neben der englischen Anleitung für die Fernsteuerung liegen auch deutsche Übersetzungen bei. Das Handbuch für den Phoenix ist leider etwas dünn geraten, eine ausführlichere Beschreibung findet man aber im Internet.

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Nach dem Bekleben der Karosserie mit den vorgestanzten Aufklebern für die Scheiben, die Startnummernfelder und einigen Sponsorklebern schaut der Truck schon richtig gut und schnell aus.

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Aber bevor es auf die Piste geht, musste noch etwas Wichtiges erledigt werden - nämlich der Austausch der Tamiya-Stecker gegen solche, die höhere Ströme vertragen. Für die erste Funktionskontrolle sind die Stecker ja ganz in Ordnung, schon alleine weil sie verpolungssicher sind. Aber für Brushless Systeme, die mehr Leistung bieten, aber auch leistungsfähigere Akkus (bevorzugt LiPo) verlangen, die höhere Ströme liefern können, sind sie nicht geeignet. Das ist auch so ziemlich der einzige Kritikpunkt der zu diesem Modell angemerkt werden kann. Vor allem für Einsteiger würden wir aber verpolungssichere Systeme empfehlen - und nicht die im Bild gezeigten 4 mm Stecker (die sich durch den verwendeten Hardcase LiPo ergeben haben).

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Und weil die Testfahrten ja nicht endlos (oder auch nur ein paar Tage) länger aufgeschoben werden sollten, ging es hinaus...
...in die Kälte des Winters - mit Eis und Schnee!
Die Elektronik wurde mit Frischhaltefolie noch etwas gegen Nässe geschützt - und dann wurde aus der Fotosession auch gleich der erste Fahrtest.

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Und der Phoenix macht dabei eine wirklich gute Figur. Von einem 2s LiPo mit "Power" versorgt, zieht er - trotz kaltem Akku (und kalten Fingern meinerseits) ordentlich davon. Das geringere Gewicht des LiPo Akkus ist sicher kein Nachteil, weil der Truck - ist er erst einmal in Fahrt - kaum mehr einsinkt sondern förmlich über die Schneedecke fliegt.
Ein ausführlicherer Bericht vom Fahrverhalten folgt, wenn die Witterung wieder Modellbau freundlichere Temperaturen annimmt (das Thermometer sollte schon zweistellige Plusgrade anzeigen).

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Dann gibt es auch noch weitere Tipps zur Einstellung und Abstimmung. Soviel nur gleich: Vielleicht auch durch die Kälte bedingt ist die Dämpfung ziemlich hart, ein etwas dünneres Dämpferöl würde da Abhilfe schaffen, vor allem, wenn man nicht nur auf Asphalt schnell unterwegs sein will, sondern auch den einen oder anderen Sprunghügel "elegant" überspringen und danach sauber landen will.

Die ersten Testfahrten haben jedenfalls schon gezeigt, dass der ThunderTiger Phoenix XT ein gelungenes "Paket" ist, das zu dem sehr angemessenen UVP von € 189,- im guten Fachhandel angeboten wird. Neben der getesteten Version mit der Karosserie in Purple/Carbonlook ist auch eine Version in Blau/Grün/Graphite im Programm.

psr2010
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