HPI Formula Ten

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HPI Formula Ten

Beitragvon paul » 23. November 2009, 23:33

Formel eins-zehn

HPI hat sich auf seine Wurzeln besonnen, könnte man meinen - immerhin war eines der ersten Modelle dieser Firma ein 1/10 Formelfahrzeug mit der damals populären Technik der Pro 10 Klasse.
Aber die Zeiten haben sich geändert und auch die Formel 1 und die Indy-Car Serie sind nicht gleich geblieben. Beide sind aber immer noch bei Motorsport Fans beliebt (zwar je nach Kontinent etwas verschieden), daher verwundert es kaum, dass auch jetzt von HPI wieder ein neuer RC-Bolide dieser Klasse auf den Markt kommt.

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Der neue Formula Ten soll von den Abmessungen und dem Aussehen sehr genau der aktuellen Formel 1 im Maßstab 1:10 entsprechen. Dazu sind auch verschiedene Karosserievarianten aktueller Fahrzeuge aus der Sasion 2009 angekündigt. Jedenfalls gibt es bereits eine neue Klasse dafür in der LRP-HPI Challenge. Und das aktuelle Reglement würde auch die große Chance bieten, diese neue Klasse zu einer "Fahrerklasse" werden zu lassen, in der Fahrkönnen und Set Up entscheiden - und nicht der Einsatz von Material. Wenn dann auch noch das Märchen von "mit dem Material hätte ich auch gewinnen können" etwas in die Realität zurückgeholt wird - weil die Ausgangsbasis wirklich nahezu identisch ist, könnte das zu schönen Starterfeldern und interessanten Rennen führen.
Dazu haben wir das neue 2,4 GHz Fernsteuerset von LRP bekommen - der Test des LRP C3-STX ist hier zu finden > klicken!. Und schließlich hat uns LRP auch noch den LRP-HPI Challenge legalen Vector X-11 Motors mit 17.5T Windungen zur Verfügung gestellt.

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Aber damit zurück zum Formula Ten. Puristen werden den einen oder anderen Einwand haben, wenn man bei diesem Modell von Formel 1 spricht - aber die Formel 1 im Maßstab 1:1 ist ja auch nicht mehr das, was sie früher einmal war :)
Jedenfalls habe ich inzwischen auch leichte Probleme alle Regeln und Veränderungen - auch die optisch auffälligeren - zuzuordnen. Der Heckflügel erscheint mir für Formel 1 etwas niedrig und macht eher den Eindruck, dass er aus der CART Serie stammen könnte. Die Karosserie (in diesem Fall die Version für 4-Zellen > Typ 014C) mit den Aerodynamik-Anbauteilen entspricht wieder eher den aktuellen Formel 1 Fahrzeugen.

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Zuerst einmal muss man ja die - wie bei HPI üblich - stabile Box öffnen. Nein, es ist kein Problem damit verbunden - außer man muss das gute Stück irgendwie an der "Finanzministerin" zu Hause vorbeischmuggeln. Die Schachtel ist nämlich angenehmer Weise so groß, dass auch das fertig gebaute Modell und einiges an Zubehör und Werkzeug bequem darin verstaut werden kann.

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Abweichend vom immer noch aktuellen Trend zu RTR-Modellen handelt es sich hier tatsächlich um ein die Kit Version, also um einen echten Bausatz - wobei ich ja immer schon gefunden habe, dass selber zusammenbauen große Vorteile bringt. Jedenfalls lernt man die Funktion und den Aufbau von Grund auf kennen und kann im Falle des Falles (und der kommt unweigerlich) dann meistens schnell den Fehler finden oder defekte Teile tauschen.
Kit Version heisst in diesem Falle auch, dass man zur Fertigstellung nicht nur etwas Werkzeug braucht, die Bauanleitung (leider in etwas unübersichtlichen vier Sprachen) listet das benötigte Werkzeug ebenso auf wie den beiliegenden Kreuzschlüssel für die verschiedenen Muttern und Kugelköpfe (sehr praktisch!) und die beiden Inbusschlüssel (1,5 und 2 mm).

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Außerdem ist eine Fernsteuerung bestehend aus Sender, Empfänger und Lenkservo sowie die Elektrik: Elektronischer Fahrtenregler, Motor und Fahrakku und Batterien (oder besser gleich) Akkus für den Sender zu besorgen. Dazu gleich ein wichtiger Hinweis: Die dem Baukasten beiliegenden Reifen sollen durch Tuningreifen (S- oder eventuell M-Type) ersetzt werden. Auch dazu später mehr!

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LRP hat aber nicht nur die "Bridgestone" empfohlen, sondern auch gleich eine Garnitur mitgeliefert - und zwei vierzellige VTEC-Akkus mit 4200 mAh gleich dazu. Damit sollten sich die Finale über 20 Minuten (wie im neuen Reglement für die LRP-HPI Challenge vorgesehen) auch ausgehen.

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Und wenn man schon beim Shoppen ist, dann sollte man auch nicht auf den Kugellagersatz für den Formula Ten vergessen - mein freundlicher Händler (http://www.speedpsort.at) hat natürlich dran gedacht und damit für noch weniger Reibungswiderstand beim Fahren gesorgt. Wie es sich für einen richtigen Formel 1-Test gehört, war ja ein Renneinsatz vorgesehen.

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Doch davor musste erst etwas geschraubt werden. Und am Anfang des Projektes steht die Hinterachse mit der schon klassischen T-Bar Aufhängung, wie sie bei den meisten 2WD Modellen verwendet wird. Die Dämpfung (oder auch "Beweglichkeit") der Pendelachse wird über 2 Silikonringe eingestellt.

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Der Antrieb erfolgt - wie bei den Großen - nur auf die Hinterachse und - abweichend von den 1:1ern - über ein einstufiges Getriebe. Die Bodenfreiheit der Hinterachse ist mit den Halterungen für die Lager der Hinterachse verstellbar. Für ebene Hallenstrecken kann man 1 mm tiefer gehen als in der Anleitung angegeben. Für welligere Strecken im Freien, können die empfohlenen 6,5 mm aber durchaus Sinn haben.

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Nach recht kurzer Bauzeit ist die Hinterachse und der Vorderachsträger mit dem Wannenchassis verbunden. Das ergibt dann ein nicht nur optisch, sondern auch aerodynamisch an die modernen Formelfahrzeuge angelehntes Ergebnis. Da ich aber meine Fahrweise kenne, habe ich vorerst auf die Anbringung der seitlichen Spoiler und Flügel verzichtet. Außerdem sollte das Modell rechtzeitig für die Modellbau Messe 2009 fertig werden - und saubere Fertigstellung der mehrteiligen Karosserie mit allen Anbauteilen dauert dann doch ein ganze Weile.

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Auch beim Frontflügel ist der Einfluss der Saison 2009 nicht zu übersehen. 3D-Form und mehrere Ebenen sind auch im Modell nachgebildet. Recht praktisch ist die integrierte "Schnauze", die zwar später unter der Karosserie verschwinden wird, aber doch deutlich mehr Haltbarkeit verspricht als eine reine Lexanfront.

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Nach dem Einbau der Elektronik war der Bolide dann bereit für das erste Roll Out. Aus Zeitmangel sind auch die Steckverbinder immer noch original belassen - aber das wird sich ändern müssen, verpolungssichere Hochstromstecker werden demnächst die "Standardstecker" ersetzen > Näheres dazu im Test der LRP High Power Lötstation.

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Und wie die obigen "top secret spy shots" zeigen (irgendeine Ausrede musste ich mir ja für die magere Bildqualität einfallen lassen), war es dann auf der Modellbau Messe Wien 2009 auch so weit. Die ersten Proberunden im Challenge-Trimm konnten abgespult werden - auch wenn der Pilot noch kopflos war.

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Den Versuch, einen Heckflügel aus der älteren Ära der Formel 1 zu montieren, habe ich wieder abgebrochen, auch wenn er optisch eher meinen Vorstellungen entsprochen hätte. Durch die schmale Spur der neuen Generation haben die Hinterreifen nicht genug Platz dafür gelassen.

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Die Lackierung hat dann auch schön langsam Gestalt angenommen. Über das Farbschema kann man geteilter Meinung sein - mir gefällt es! Und was zunehmend wichtiger wird, es ist ziemlich gut sichtbar.

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Ich habe aber auch etwas Zeit aufgewendet, die Elektronik sinnvoll unter der Karosserie unterzubringen und bin dabei auf zwei Lösungen gekommen, wie auch der preiswerte (aber relativ große) LRP A.I. Reverse Brushless (#80100) untergebracht werden kann ohne dass die Karosserie unschön hochgedrückt wird. Mit enem kleinen Empfänger (wie dem aus dem LRP C3-STX Set) passt der Regler hochkant in die rechte Wanne oder auch neben das Lenkservo in die linke Wanne.

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Mit vollständiger Fahrerfigur und keineswegs mehr kopflos wurde dann das zweite Testrennen bestritten - der 2. Lauf zum Indoor FCA in der Halle des MAC Traiskirchen war dafür sehr gut geeignet. Wieder wurde die LRP-HPI Challenge Ausrüstung verwendet > 4-zelliher VTEC NiMH 4200, A.I. Reverse Brushless Regler #80100 und Vector X11 17.5T Motor.

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Trotz - wieder einmal - viel zu wenig Zeit zum Trainieren und Abstimmen auf die gar nicht einfache Teppichstrecke war der Eindruck recht zufriedenstellend. Einerseits hatte ich mir gegen die anderen F-1 mit Moosgummireifen (und auch besseren Fahrern!) keine Chancen ausgerechnet, andererseits hat es trotz einigen harten Bandenkontakten keine Schäden am Fahrzeug gegeben.

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Das Schrauben zwischen den Läufen hat sich also in Grenzen gehalten, ein Reifenverschleiss war nicht zu bemerken, was aber auch an der Strecke gelegen sein kann, die inzwischen ziemlich viel Grip aufbaut. Und wenn man nicht nur auf der Ideallinie unterwegs ist, fühlt man sich an den Funkspruch "pick up rubber" erinnert.

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Wir bedanken uns bei LRP für das Testmodell samt Zubehör (das sich auch schon im Rennen bewährt hat).

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Der HPI Formula Ten wird als Baukasten um € 139,- UPE angeboten, die Tuning Reifen vorne/hinten kosten € 19,90/24,90, der 4-zellige Akku mit 3000 mAh kommt auf € 14,90, mit 4200 mAh auf € 19,90. Der sehr empfehlenswerte Kugellagersatz für den Formula Ten von Edit wurde uns von Speed&Sport zur Verfügung gestellt und kostet € 11,90.

psr2009
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